In Deutschland soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher künftig noch einfacher werden, online gekaufte Produkte zurückzugeben bzw. Internet-Verträge zu widerrufen. Dass das Vorhaben in der E-Commerce-Branche an sich schon für Aufregung sorgt, verwundert nicht, schließlich dürften dadurch auf große und kleine Online-Händlerinnen und -Händler neue Pflichten zukommen.
Darüber hinaus stößt allerdings auch die Art und Weise, wie die Umsetzung einer solchen Widerrufsmöglichkeit erfolgen soll, auf breite Ablehnung – zumindest, wenn man sich die ersten Reaktionen aus der Branche anschaut. Konkret zielt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf einen neuen Widerrufsbutton ab, der Kundinnen und Kunden jederzeit zur Verfügung stehen soll: „So einfach wie das Bestellen im Internet geht – so einfach soll auch das Widerrufen sein: mit einem Klick“. Eine solche Schaltfläche soll verpflichtend auf Websites platziert werden, klar verständlich, dauerhaft sichtbar und leicht zugänglich.
Aus Sicht des Gesetzgebers soll mehr Nutzerfreundlichkeit geschaffen werden, doch Unternehmen sorgen sich neben der technischen Umsetzung vor allem auch um eine noch stärkere Belastung durch eine weiter verschärfte Regulierung der Branche.
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