E-Commerce schlägt Alarm
Branchenexperten betonen, dass die geplanten Änderungen nicht nur den Handel erschweren könnten, sondern auch bei Kund:innen auf Widerstand stoßen dürften. Unternehmen wie Zalando und Otto haben sich bereits kritisch geäußert. Sie befürchten, dass die schriftliche Bestätigungspflicht den Online-Handel unnötig verkomplizieren und Verbraucher:innen dazu bewegen könnte, auf andere Zahlungsmethoden zurückzugreifen – vornehmlich solche von US-amerikanischen Anbietern. Eine Pflicht zur postalischen Bestätigung lasse sich „aufgrund des Medienbruchs nicht umsetzen“, heißt es von Otto.
Das Problem des Medienbruchs sieht auch Kai Pochmann, Business Line Lead bei Riverty, der Payment-Tochter des deutschen Bertelsmann-Konzerns: „Wer Verbraucher wirklich schützen will, muss CCD2 online umsetzen – genau da, wo die Menschen sich aufhalten, einkaufen und bezahlen. Eine Bestätigung per Post ist nicht zeitgemäß und ein Rückschritt für digitale Zahlungen.“
Zusätzlich warnen Experten vor einer zunehmenden Bürokratisierung, die sowohl für Händler:innen als auch für die Kundschaft eine erhebliche Belastung darstellen würde. Gleichzeitig könnte die neue Regelung internationalen Zahlungsanbietern, vor allem aus Nicht-EU-Ländern, in die Hände spielen, da diese unter Umständen von den Vorgaben nicht betroffen wären. Noch ist unklar, ob bei der Umsetzung der Richtlinie Ausnahmen für den Rechnungskauf möglich sein werden. „Wie groß der Spielraum dafür ist, ist ebenfalls Gegenstand der laufenden Diskussionen“, so SPD-Politikerin Nadine Heselhaus.
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