Mit der Teilkrankschreibung soll es in Zukunft möglich sein, dass Beschäftigte nur bestimmte Aufgaben in ihrem Arbeitsalltag nicht übernehmen oder kürzer als sonst arbeiten dürfen. Mit der Maßnahme will die Regierung den Krankenstand in Deutschland eindämmen, da die betroffenen Beschäftigten mit dieser Maßnahme nicht komplett ausfallen, sondern nur zu 25, 50 oder 75 Prozent. Das Instrument wurde vom Bundestag zusammen mit dem sogenannten GKV-Stabilisierungsgesetz beschlossen.
Unternehmen sind skeptisch
Die Unternehmen selbst tun sich aber schwer mit der Idee, Beschäftigte nur teilweise krankzuschreiben, berichtet der Spiegel. Wie der Personaldienstleister Randstad und das Ifo-Institut ermittelt haben, hält fast die Hälfte der Unternehmen es nicht für sinnvoll, dass Beschäftigte sich teilweise krankmelden können. Etwa jedes vierte Unternehmen sieht die geplante Maßnahme als hilfreich an, die übrigen 25 Prozent stehen der Idee neutral gegenüber, heißt es weiter.
Teilkrankschreibung nicht in jedem Bereich möglich
„Die meisten Unternehmen befürchten eine schwierige Abgrenzung zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig“, erklärt Jonas Hennrich vom Ifo-Institut. Zudem rechnen die Unternehmer:innen damit, dass durch das neue Instrument ein zusätzlicher organisatorischer Aufwand entstehen könne. Zudem sei die Teilkrankschreibung den Unternehmen zufolge auch nicht in jedem Bereich umsetzbar: Während sich die meisten noch die Teilkrankschreibung im administrativen Bereich vorstellen können, sei sie in der Produktion kaum praktikabel.
Dass die Teilkrankschreibung positive Effekte haben könnte, zweifelt die Hälfte der Unternehmen ebenfalls an. Aber immerhin je ein Drittel der Unternehmen hofft darauf, dass durch das neue Instrument kürzere Fehlzeiten beziehungsweise eine schnellere Rückkehr erkrankter Mitarbeitender erreicht werden.
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Michael Pohlgeers
Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.
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