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Gefahr für KMU: Zahlungsverzug wird neu geregelt – Meinung von Händlern gefragt

Veröffentlicht: 11.09.2025
imgAktualisierung: 11.09.2025
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
11.09.2025
img 11.09.2025
ca. 2 Min.
Euroscheine in dunklen Farben symbolisieren Zahlungsverzug
welcomia / Depositphotos.com
Es soll neue Regelungen rund um zu späte Zahlungen im geschäftlichen Verkehr geben. Dazu befragt die EU aktuell Unternehmen.


Verspätete Zahlungen von Geschäftspartnern können vor allem für kleine und mittlere Unternehmen massive Probleme mit sich bringen: Neben Liquiditätsproblemen, die sich beispielsweise auf Warenbestellungen oder wichtige Investitionen auswirken können, sind in manchen Fällen auch Entlassungen oder gar Insolvenzen die Folge.

Wie groß das Problem in der Praxis tatsächlich ist, zeigen Zahlen für den Europäischen Wirtschaftsraum: „In der EU werden jährlich zwischen 18 und 40 Milliarden Rechnungen ausgetauscht – mehr als 500 pro Sekunde. Mindestens 50 Prozent dieser Rechnungen werden später als vereinbart bzw. später als gesetzlich vorgeschrieben beglichen“, heißt es vonseiten der EU-Kommission.

Wie soll gegen Zahlungsverzug vorgegangen werden?

Aufgrund der Relevanz des Themas hat sich die EU zum Ziel gesetzt, Zahlungsverzug zu bekämpfen – und zwar sowohl den Verzug zwischen Unternehmen selbst als auch zwischen Unternehmen und öffentlichen Stellen. Um sich einen Überblick über die herrschende Lage zu verschaffen, befragt die Europäischen Kommission aktuell Unternehmen zum Problem.

Dabei sollen einerseits Auswirkungen bzw. Risiken für Unternehmen durch Zahlungsverzug beleuchtet werden. Andererseits werden die Ansichten von Unternehmen über mögliche politische Maßnahmen abgefragt, um eine potenzielle Umsetzung besser ausloten zu können.

Wie können Unternehmen an der Umfrage teilnehmen?

Die EU-Kommission macht die Umfrage in ihrem Online-Tool EUSurvey öffentlich zugänglich. Sie steht mittlerweile in verschiedenen Sprachen – darunter auf Deutsch – zur Verfügung. Interessierte haben laut DIHK bis zum bis 25.09.2025 Zeit, die insgesamt elf Fragen zum Thema Zahlungsverzug zu beantworten.

>> Hier geht es zur Umfrage der EU-Kommission

Hintergrund der Umfrage

Bereits seit 2011 regelt die Zahlungsverzugsrichtlinie den Umgang mit verspäteten Zahlungen sowie deren Bekämpfung. Die EU-Kommission hatte bereits vor längerer Zeit klargemacht, dass sie diese Richtlinie ersetzen wolle – im September 2023 wurde ein Vorschlag für neue rechtliche Regelungen vorgelegt. „Der Vorschlag ist im Rat seit September 2023 anhängig. Mehrere Mitgliedstaaten haben die Kommission aufgefordert, den Vorschlag zurückzuziehen und durch eine Neufassung der geltenden Richtlinie zu ersetzen“, heißt es vonseiten der EU.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 11.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 11.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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ralf
17.09.2025

Antworten

Schön, dass die EU mal eine Umfrage macht, ob und wie die eventuelle neue EU-Regeln aussehen könnte. Warum wurde das nicht schon bei den anderen EU-Regelungen gemacht? Würde eventuell Regelungen besser umsetzbar machen.
cf
12.09.2025

Antworten

Vielen Dank für diesen Hinweis. Meiner Meinung nach sind aber nicht b2b oder b2Behörde das Problem, sondern die Zahlungsverzüge bei Verbrauchern. Egal ob sich eine neue Jeans, ein Handwerker oder ein ganzes Haus auf Rechnung gekauft wird - kaum eine Zahlung erfolgt fristgerecht. Die meisten warten erstmal die erste Mahnung ab - frei nach dem Motto "vielleicht haben sie mich ja vergessen und wenn nicht, zahle ich nächsten Monat" und nutzen es damit quasi als kostenlosten Kredit. Im b2b Bereich werden meist umfangreichere Verträge geschlossen und wer nicht zahlt fliegt raus.... Wenn hier etwas geändert werden soll - was ich sehr begrüßen würde - dann bitte neue Pflichten für die VERBRAUCHER! Sie bekommen ja schon alles kleinligst von uns vorgekaut, dann sollen sie wenigstens pünktlich zahlen.