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EU diskutiert Mehrwertsteuer-Reform

Veröffentlicht: 13.11.2025
imgAktualisierung: 13.11.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.11.2025
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ca. 2 Min.
EU-Logo vor Geldscheinen
masterSergeant / Depositphotos.com
Die EU diskutiert eine Reform der Mehrwertsteuer. Geprüft wird u. a. die Besteuerung von Second-Hand-Produkten.


Die EU-Kommission plant eine Reform der Mehrwertsteuer, um nachhaltiges Wirtschaften stärker zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei der Second-Hand-Handel und die steuerliche Behandlung von Produktspenden. Ziel ist es, das bestehende Mehrwertsteuersystem so weiterzuentwickeln, dass es einen größeren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann.

Besteuerung von Second-Hand-Produkten

Im Rahmen des Projekts „VAT in the Digital Age“ (ViDA) wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Mehrwertsteuerregelungen untersuchen soll. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Second-Hand-Produkten. Diskutiert wird unter anderem eine Harmonisierung der Regelungen innerhalb der EU, um den grenzüberschreitenden Handel mit gebrauchten Waren zu erleichtern. Darüber hinaus wird die Einführung eines fiktiven Vorsteuerabzugssystems geprüft, das sich am Beispiel Neuseelands orientiert. Ein solches System könnte den Handel mit Second-Hand-Waren attraktiver machen und so die Wiederverwendung von Produkten fördern.

Vorgehen gegen Produktvernichtung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die steuerliche Begünstigung von Sachspenden. Derzeit führt die steuerliche Behandlung von Spenden oft dazu, dass Unternehmen unverkaufte Produkte vernichten, anstatt sie zu spenden. Steuerliche Anreize könnten helfen, dieser Praxis entgegenzuwirken und Sachspenden zu fördern, was sowohl sozialen als auch ökologischen Nutzen bringen würde, erklärt der Deutsche Steuerberaterverband (DSTV).

Neben Themen rund um Nachhaltigkeit wird auch über die steuerliche Behandlung von Bildungsanbietern diskutiert. Gewerbliche Fortbildungsunternehmen fordern ein Optionsmodell für die Mehrwertsteuerbefreiung, um steigende Kosten zu vermeiden. Die EU-Kommission hat die Vorschläge der German Tax Advisers als „sehr nützlich“ bewertet und prüft deren Umsetzung.

Mit diesen Maßnahmen möchte die EU-Kommission nicht nur den Umweltschutz, sondern auch soziale Aspekte stärker in den Fokus rücken und gleichzeitig Bürokratie abbauen. Die geplanten Reformen könnten einen wichtigen Beitrag zu einer ressourcenschonenderen und nachhaltigeren Wirtschaft leisten.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 13.11.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Jeanette Van Kemper
16.11.2025

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Schon sehr konträr. Auf der einen Seite Steuer auf Secondhandprodukte, also mal wieder mehr dusseliger Einfluss des Staates auf das BSP und dann wieder so eine Nachricht " Ein solches System könnte den Handel mit Second-Hand-Waren attraktiver machen...." Darauf wird dann aber nicht eingegangen. Bitte liebe Redaktion nicht einfach nur abschreiben, sondern auch mal mit Köpfchen recherchieren.