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Kurz vor dem PPWR-Start: EU stoppt Erleichterungen beim EU-Bevollmächtigten

Veröffentlicht: 24.07.2026
imgAktualisierung: 24.07.2026
Geschrieben von: Yvonne Bachmann
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.07.2026
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ca. 2 Min.
Kleine Pakete auf einer EU-Karte mit Flagge
aileenchik / Depositphotos.com
Die EU wollte den grenzüberschreitenden Handel von einer aufwendigen Bevollmächtigten-Pflicht entlasten.


Die Hoffnungen Hunderter Online-Händler auf einen kurzfristigen Bürokratieabbau beim EU-weiten Auslandsversand sind vorerst geplatzt. Während die EU-Kommission noch eine vorübergehende Aussetzung der Pflicht zur Benennung lokaler Bevollmächtigter vorgeschlagen hatte, legte der Rat der Europäischen Union das Vorhaben nun wieder auf Eis.

EU-Staaten lehnen geplante Entlastung ab

Ab dem 12. August 2026 gelten in ersten Teilen die Vorgaben der neuen EU-Verpackungsverordnung, kurz PPWR. Dazu gehört für grenzüberschreitend tätige Unternehmen auch die Pflicht, in jedem Zielland einen Bevollmächtigten zu benennen.

Die EU-Kommission hatte Ende 2025 vorgeschlagen, die verpflichtende Benennung nationaler Bevollmächtigter für in der EU niedergelassene Unternehmen vorübergehend auszusetzen (sogenanntes „Omnibus VIII“-Vereinfachungspaket). Der Vorschlag betraf unter anderem auch Batterien sowie Elektro- und Elektronikgeräte, Textilien und bestimmte Einwegkunststoffprodukte. Die Aussetzung sollte nach den Plänen der Kommission bis Anfang 2035 gelten.

Der Rat der Europäischen Union hat entschieden, die Beratungen über die entsprechenden Vorschläge zur Vereinfachung der PPWR nicht fortzuführen. Nach Angaben des Rates hatte sich eine große Mehrheit der Mitgliedstaaten gegen die geplante Änderung ausgesprochen. Der Zwiespalt zeigt sich auch bei den Stellungnahmen, in der gegensätzliche Interessen aufeinander prallten: Handelsverbände forderten eine deutliche Vereinfachung oder Abschaffung nationaler Bevollmächtigtenpflichten, während Entsorgungs- und Rücknahmesysteme (sowie auch der hiesige Bundesrat) vor Vollzugslücken, Trittbrettfahrern und Wettbewerbsverzerrungen warnten. Kein Wunder. Die Kommission schätzte den europäischen Markt für entsprechende Dienstleistungen auf rund ein bis zwei Milliarden Euro jährlich.

Bevollmächtigter in jedem betroffenen Zielland

Bis zu einer möglichen Änderung gilt die PPWR in ihrer bestehenden Fassung. Ein deutscher Online-Shop, der verpackte Waren unmittelbar an Endnutzer in andere EU-Staaten verkauft, wird nach dem jetzigen Stand verpflichtet sein, in jedem betroffenen Staat einen eigenen Bevollmächtigten einzusetzen. Dieser übernimmt dort bestimmte Aufgaben im Zusammenhang mit der Registrierung und der erweiterten Herstellerverantwortung.

Die Pflicht trifft nach dem Wortlaut der PPWR pauschal jeden grenzüberschreitenden Verkauf. Online-Händler sollten nun für jedes belieferte EU-Land gesondert prüfen oder prüfen lassen, wie sie dort registrierungs- und beteiligungspflichtig sind, welche Meldungen im jeweiligen Zielland erforderlich sind und wie ein Bevollmächtigter benannt werden muss. Bereits bestehende Registrierungen sollten daraufhin kontrolliert werden, ob sie auch den Anforderungen der PPWR entsprechen.

Neue Reform soll im Herbst folgen

Vollständig abgeschlossen ist die Diskussion auf EU-Ebene aber noch nicht. Eine kurzfristige Einigung noch vor dem 12. August 2026 erscheint angesichts des Verfahrensstands zwar äußerst unwahrscheinlich. Der Rat verweist jedoch auf eine umfassendere Überprüfung der erweiterten Herstellerverantwortung, die für den Herbst 2026 angekündigt wurde. Ob und wann daraus konkrete Erleichterungen für den grenzüberschreitenden Online-Handel entstehen, ist derzeit noch offen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 24.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 24.07.2026
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Yvonne Bachmann

Yvonne Bachmann

Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.

KOMMENTARE
37 Kommentare
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Hansruedi
11.08.2026

Antworten

Das neue Geschäftsmodell ist doch klar. Anstatt einen Onlinehandel zu betreiben, bietet man jetzt Bevollmächtigten Dienstleistungen an und kassiert von jeder einzelnen Bestellung 2% des Warenwerts.
Paul
03.08.2026

Antworten

Auch wir werden am 11.08 unseren EU Versand komplett einstellen. Wer denkt sich denn nur sowas aus? Als Händler habe ich genug von dieser EU. GZ Europäische Union...
Ralph
03.08.2026

Antworten

Offenbar Will die EU einen wettbewerbswidrigen Vorschlag, der irrsinning bürokratisch ist und kleine Händler eindeutig unterdrückt und damit benachteiligt weiterhin verfolgen. Ein bürokratischer Irrsinn, der seinesgleichen sucht und kaum bis gar nicht realistisch durchführbar ist. einfach nur eins: Vollkommen irre!
Max
03.08.2026

Antworten

Was mir bisher noch keiner dieser Bürokraten beantworten konnte war folgendes. Ich verstehe grundsätzlich den Ansatz den Verursacher von Verpackungsmüll, wenn er gewerblich produziert wird zu reduzieren, recyclingfähig zu machen und auch die Entsorgung zu bezahlen. Beim letzten Punkt fängt das Problem aber schon an. Ich muss die Entsorgung bezahlen für etwas was nach der bezahlten Entsorgung als Altpapier International gehandelt wird? Ich habe nur Realschulabschluss aber dafür reicht es gerade noch. Zum anderen welche Aufgabe hat den dieser Bevollmächtigte. Ja er soll die Mengenmeldungen etc machen. Mir kann doch aber niemand erzählen, das dieser Bevollmächtigte Auskunft darũber geben kann wo und wie mein einziger Pappkarton den ich nach Frankreich geschickt habe entsorgt wurde. Andersherum wird er das auch nicht für die Amazon Kartons können. Also wozu soll der dann die Kohle bekommen, wenn er Zahlen einträgt die niemand verifizieren kann?
Micha
01.08.2026

Antworten

ich find toll jetzt kommt der Postman jeden Tag und nimmt nur einen Bruchteil der Pakete mit (die für Deutschland) weil EU Paket fällt ja weg , er fährt ja viele Onlineshops an und hat dann immer schon MIttag frei . so zahle ich viel weniger Gewerbesteuer und Umsatzsteuer ... das freut bestimmt auch mein Finanzamt und Lars K.sowieso .. die Post freut es auch so kann ich den POST EU Versand Vertrag kündigen und ca 30 Paket wöchentlich brauchen nicht mehr soriert werden .. rechne ich es auf alllle Onlinschops hoch ist es eine Beachtliche Menge an Paketen so werden viel weniger LKWS unterwegs sein die viel Diesel einsparen und etliche LKW Fahrer habe dann auch nur noch ne 20Sdt woche oder ganz frei..ist eigentlich ne gute Sache ....es fallen ab 12.08. viele Arbeitplätze weg oder werden zusammengelegt
s.h
01.08.2026

Antworten

Dann schicken wir halt nicht mehr ins EU Ausland. Erst verpflichten sie alle , alle EU Kunden gleich zu behandeln und zu beliefern und jetzt schießen sie sich damit komplett selbst ins Bein. Aber deas eingentliche Ziel, die deutschen Klein- und Kleinstunternehmen zu eliminieren, werden sie nicht schaffen. Erstens sind wir schon länger da als die, und zweitens wählen wir sie - oder eben nicht mehr. Ich hätte mir bis vor einem Jahr lieber ein Bein abgehackt, als rechts zu wählen, aber die nächste Partei, die mir glaubhaft versichert diesen EU Kleinunternehmer-Kill abzustellen, wird gewählt.
Hu Ha
03.08.2026
naja, das würde ich so nicht sagen. Wer als Klein und Kleinstunternehmen, will sich denn diesen ganzen 'Zirkus' noch antun? Uns gibt es zum Glück seit 25 Jahren, aber in der Nische wirst du halt kein Konzern. Mit durchschnittlich 10 -15 Angestellten sind wir auch ein Kleinunternehmen und ich bin froh, dass wir die guten Zeiten mitgenommen haben. Ich würde heute kein Unternehmen mehr im Onlinehandel gründen. Durch sehr viel KI und Automatisierung, konnten wir den Fachkräftemangel weitestgehend aushebeln, aber diese sinnlose Regulierungswut geht einem schon ziemlich auf die Nerven. Die in Brüssel und Berlin lassen sich doch alle drei Minuten etwas neues einfallen um uns wieder auf den Wecker zu gehen. Die tatsächlichen Probleme werden doch so nicht gelöst und die Chinesen und Konzerne im Onlinehandel interessiert das doch auch nicht. Ich denke mir so oft, wie froh ich bin, dass wir unsere richtig großen Investments in Betriebsgebäude, Systemen etc. schon lange hinter uns haben und uns nicht die Banken im Nacken sitzen. In diesen Zeiten würde ich dieses Geld jetzt nicht mehr investieren. Dazu besteht zu wenig Vertrauen in die Schutzkraft unserer Politik.
MM
01.08.2026

Antworten

naja, dann nehmen wir die EU-Länder halt raus. Für AT gab es ja schon den Zirkus mit notarbeglaubigten Verträgen, ... auch ein absoluter Blödsinn. Hauptsache es kostet viel Geld und irgendwer macht sich satt. Bei uns rechnet sich noch die Schweiz und AT, die 200/300 Bestellungen aus dem Rest der EU pro Jahr, können wir uns jetzt gerne sparen. Dann brauchen wir uns auch nicht mehr den Kopf zerbrechen, wie wir mit Übersetzungen in Landessprache und viel Glück zukünftig etwas mehr Bestellungen dort generieren. Wir konzentrieren uns eben wieder komplett auf den DACH Bereich. Da gibt es ja auch schon genügend völlig weltfremde Bestimmungen, die man im Auge behalten muss. Scheinbar sitzt immer ein überbezahlter Beamter entweder in Brüssel, und wenn dort nicht, einer in Berlin, der die wenigste Ahnung vom Geschäft hat und sich wieder was tolles neues ausdenkt, damit man sich fragt, warum man sich das alles überhaupt noch antut. Ich denke da an das Gewährleistungslabel. Wie viele Jahrzehnte gibt es nun die Grundform des heutigen Gewährleistungsrechts und wie viele Kunden wissen heute noch nicht was der Unterschied zwischen Widerruf, Gewährleistung und Garantie ist. Hauptsache wir haben wieder ein Bildchen mehr mit so viel Blödsinn drauf, dass es keiner liest, es nirgends hin passt und völliger Quatsch ist. Der Job würde trotz alle Widrigkeiten immer noch Spaß machen, wenn nicht überall ein zweitklassiger Minister, Beamter oder eine Kommission ohne jegliche Ahnung, aber mit Befugnis uns in die Suppe spucken würde.
Franz
01.08.2026

Antworten

Ich kann mich als Kleinunternehmer den bisherigen Kommentaren nur anschliessen. Wenn die einzelnen EU Länder resp. die dort ansässigen Entsorgungsunternehmen ein berechtigtes Interesse daran haben, dass in Ihrem Hoheitsgebiet anfallende Mengen erfasst und vergütet werden (analog bei uns in Deutschland), dann frage ich mich, warum das nicht durch eine, ggf. auch per PPWR vorgeschriebene Kooperation zwischen den einzelnen Entsorgungsunternehmen erreicht werden kann. Man meldet dann die ins Ausland versendete Packmittelmenge an seinen deutschen Entsorger (z.B. Grüner Punkt), dieser berechnet die Kosten, zieht diese jährlich ein uns leitet dann die Vergütung an sein Partnerunternehmen im EU Ausland weiter. Die Komplexität des Gesamtsystems sinkt dramatisch und selbst wenn für diese neue Dienstleistung Kosten entstehen würden so wären diese zweifelsohne ein Bruchteil von dem, was uns mit jedem Bevollmächtigten droht. Auch gäbe es dabei keine "Trittbrettfahrer", schon gar nicht bei Direktlieferungen aus Fremdstaaten in die EU denn für diese blieben ja die derzeitigen PPWR Verpflichtungen vollumfäglich bestehen. Manchmal frage ich mich, warum man für ein berechtigtes Interesse keine praktikable Lösung finden kann und sich niemand, einschliesslich unserer Industrie- und Handelskammern dafür stark macht.
Robert
01.08.2026

Antworten

Ich finde es eine sauerei. Verfolge das Thema schon länger, habe von Grobi.tv/Händlerbund das Video gesehen und habe gehofft, dass es für KMU Ausnahmen geben würde. Konnte mir nicht vorstellen, dass die EU das so durchzieht und den grenzüberschreitenden Versand quasi nur noch größeren Unternehmen überlässt. Absoluter Wahnsinn und nichts davon irgendwie in den Medien. Ich wünschte mir die EWG zurück.
Michael
01.08.2026

Antworten

Es muss erst noch schlimmer werden, bevor es besser wird. Wenn Brüssel so weitermacht, ist Brüssel bald Geschichte. Hoffen wir das Beste.
Birgit
29.07.2026

Antworten

Wir als Kleinunternehmen im Wassersporthandel direkt im grenznahen Gebiet, können das gar nicht umsetzen und müssen dann wohl, wie cf schreibt, den Handel mit anderen EU-Ländern einstellen. Die Angebote, die wir von Bevollmächtigten bekommen haben, liegen zwischen 300 und 500 Euro pro Jahr pro Land. Bei ca. 70 - 100 Paketen ins EU-Nachbarland, ist das in keinem Verhältnis, da unsere Kunden oft nur Bestellungen mit Kleinstbeträgen tätigen. Das ist keine Erleichterung in der Bürokratie.
Klaus
28.07.2026

Antworten

Das beklemmende Gefühl wird weiter gepflegt, dass eine extremistische Partei immer mehr Zuspruch bekommen wird. Wir versenden in die EU im Schnitt 540 Pakete im Jahr, davon werden sich nur 2 Länder rentieren (120 Pakete). Die potenziellen 420 Paket fallen dann weg. Auch wenn das eher eine geringe Menge ist, macht Kleinvieh halt auch Mist. Es werden dann weniger Steuer-Einnahmen generiert, und für den Endverbraucher, dann halt auch entsprechend erhöhte Versandkosten. Das eigentlich Ziel, dass der Binnenmarkt in der EU gefördert wird, ist einfach nur eine Idee, entspricht aber nicht der Realität.
Nils
01.08.2026
In der Sache klar, aber meinen Sie, dass ein Partei, die aus der EU austreten will jetzt vielleicht deswegen simmen bekommt? Aber klar, die Partei schafft es immer so wiedersprüche aufzulösen
Andreas
28.07.2026

Antworten

Tja und Tschüss EU Binnenmarkt - die europäische Idee des EU Binnenmarkts stirbt, Glückwunsch Ihr Hyper Intelligenz Bestien aus Brüssel... für mich wird es einfacher... muss nicht mehr alle 3 Monate an OSS Abgabe denken und kann mich auf meine Kunden in DE konzentrieren. Irgendwann werden die Kunden im Ausland schon fragen, warum sie bestimmte Waren nicht mehr erhalten können... aber das dauert! Ich persönlich, versuche in einigen Ländern, Gewerbliche Lieferanten zu finden, damit meine Ware dort über diese verkauft werden kann, mal sehen was geht oder nicht.
cf
28.07.2026

Antworten

Hier ein Textvorschlag in Bezug auf meinen vorherigen Beitrag. Ich werde definitiv ein Paket mit dem folgenden Brief an die EU senden. Hier die Textkonserve, falls noch jemand mitmachen möchte: Europäische Kommission Generaldirektion Umwelt Rue de la Loi / Wetstraat 200 1049 Brüssel Betreff: Existenzbedrohung für KMU durch die neue Verpackungsverordnung (PPWR) – Massive Einschränkung des freien Warenverkehrs Sehr geehrte Damen und Herren, als Inhaber eines kleinen Unternehmens wende ich mich heute mit tiefer Besorgnis an Sie. Die neuen Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) zwingen mich zu einem drastischen Schritt: Zum 12. August 2026 sehe ich mich gezwungen, den grenzüberschreitenden Handel in andere EU-Mitgliedstaaten vollständig einzustellen. Die Verpflichtung, in jedem einzelnen EU-Land einen Bevollmächtigten zu bestellen und zusätzlich den jeweiligen nationalen Entsorgungssystemen beizutreten, ist für Kleinst- und Kleinunternehmen (KMU) wirtschaftlich und administrativ absolut nicht stemmbar. Die kumulierten Fixkosten und der bürokratische Aufwand für 27 verschiedene Systeme stehen in keinem Verhältnis zu unseren Umsätzen im EU-Ausland. Diese Verordnung konterkariert den Grundgedanken der Europäischen Union fundamental: Anstatt den Binnenmarkt zu stärken, wird der freie Warenverkehr massiv beeinträchtigt. Es entsteht eine unüberwindbare Markteintrittsbarriere, die insbesondere kleine Unternehmen systematisch aus dem europäischen Markt drängt und den Großkonzernen überlässt. Die Vielfalt des europäischen Onlinehandels wird dadurch im Keim erstickt. Um diese Fehlentwicklung dauerhaft zu korrigieren und KMU das Überleben im Binnenmarkt zu sichern, fordere ich eine grundlegende Nachbesserung der Umsetzung: • Zentralisierung statt Fragmentierung: Es muss pro Mitgliedstaat eine einzige, zentrale Stelle geschaffen werden. • Bündelung aller Pflichten: Über diese Stelle müssen sämtliche Melde- und Zahlungspflichten der Verpackungsverordnung vollständig abgewickelt werden können. • Zukunftssichere Infrastruktur: Diese Plattformen sollten auch für alle zukünftigen Verordnungen im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) – wie für Textilien, Batterien oder Elektronik – als zentraler Knotenpunkt dienen. Mit freundlichen Grüßen
Michael Graen
01.08.2026
Die Idee mit dem Paket an die EU Kommission finde ich super, aber der Termin ist etwas ungünstig denn dann müsste der Versender ja einen Beauftragten in Belgien haben. Oder gilt für die Verordnung das Versanddatum? Wir werden ein größeres Paket gefüllt mit gebrauchter Kartonage versenden.
cf
28.07.2026

Antworten

Wir als kleine Online-Händler haben zwar keine Trecker, aber wenn jeder von uns ein Paket mit einem Zettel darin "Die PPWR tötet uns kleine Unternehmen - schafft eine zentrale Meldestelle für alle EU-Meldepflichten" nach Brüssel schickt - mit Wunschzustelltag (natürlich alle am gleichen Tag), dann wird das vermutlich etwas Aufmerksamkeit erregen und auf die 5 Euro kommt es auch nicht mehr an. Und die Poststelle hat mal etwas zu tun, denn abweisen dürfen sie unsere Pakete ja nicht, da ja auch etwas relevantes dazwischen sein könnte :-) Und irgendwie stelle ich es mir auch ein wenig lustig vor, wenn an einem Tag plötzlich mehrere DHL-40-Tonner bei denen aufkreuzen und Pakete zustellen. Da werden wohl alle im Gebäude beschäftigten beim ausladen und sortieren anpacken müssen - hab mal gehört, dass so eine Praxiserfahrung den Charakter "erdet" :-) ############ TERMINVORSCHLAG: Wunschzustelltag: 12. August
DH
27.07.2026

Antworten

Sind Dienstleister, die Pakete von Deutschland in andere EU-Länder und in die weite Welt versenden, nicht die Alternative für kleine Online-Händler? Als Händler versendet man nur in Deutschland, der Versanddienstleister übernimmt den Weiterversand. Beispiele: AllesPost, LogoiX, shipGerman, forward2me, mailboxde usw. Ist man mit solchen Dienstleistern als kleiner Händler nicht auf der sicheren Seite?
SH
04.08.2026
Das ist zwar eine Möglichkeit, aber die Versandkosten werden für die Kunden dann zu hoch, denn sie zahlen den Inlandsversand und dann auch noch die Weiterleitung durch den Paketdienstleister und dann lohnt es sich für den Kunden eigentlich kaum mehr.
Stella
27.07.2026

Antworten

Neuer Fokus ist dann wohl der Versand in Drittländer.
Siegfried
27.07.2026

Antworten

Da hat man wieder ein Beispiel, das es überhaupt nicht um Bürokratieabbau geht, vielmehr um Aufbau bwz. einfach nur abzocken!! Sollte das Gesetz wirklich so kommen, kann ich nur eines sagen, dass wir als Kleinunternehmer keine EU-Länder mehr beliefern werden und da sind wir bestimmt nicht dei einzigen dei so handeln werden!! Deshalb darf man sich in Deutschland nicht wundern wenn die Wirtschaft nicht mehr zum laufen kommt!
Marc
27.07.2026

Antworten

So gut wie die Idee dahinter ist, in der Umsetzung mal wieder ein Bürokratiemonster. Es machen sich wieder etliche Leutchens die Taschen voll und am Ende wird es dazu führen, das Kleinstunternehmer nicht mehr am freien Binnenmarkt teilnehmen können, da Umsatz und Ertrag einen Bevollmächtigten in jedem Land nicht durch Preiserhöhungen aufzufangen ist. Wir werden am 12.08.26 den Verkauf in Mitgliedsstaaten einstellen. Schade um die Kunden die unsere Produkte gerne mochten .... aber Wettbewerb mit guter und günstiger Chinaware wird es ja dann reichlich als Ersatz geben .....
Swen
27.07.2026

Antworten

Ironie An: .... Schöne EU-Welt, da nun kein Handel mehr zwischen den EU Ländern stattfindet können wir auch den Euro wieder abschaffen ;-)
SH
04.08.2026
Da stimme ich voll zu. Wir hätten um einiges weniger an Verboten und Vorschriften und müssten uns nicht von Brüssel bevormunden lassen. Versandhandel gab es ja auch schon vor der EU.
CKK
27.07.2026

Antworten

Nehmt Kontakt zu euren EU-Abgeordneten auf. Denn sie wissen nicht, was sie tun! Ich habe in den letzten Tagen 120 EU-Abgebordnete angeschrieben und ihnen von den PPWR-Problemen für kleine Onlinehändler berichtet. FÜNF haben geantwortet. Zwei davon waren dankbar für einen Bericht aus der Praxis. Bei mir ist der Eindruck gereift: SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN! Nehmt Kontakt auf mit euren EU-Abgeordneten. Berichtet denen von euren PPWR-Problemen. E-Mail-Adressen findet ihr auf der Webseite der EU. Berichtet denen, was deren Entscheidungen für euch persönlich bedeuten! Für mich stellt sich die Frage: Möchte die EU kleine Onlinehändlern loswerden? Für kleine Onlinehändler (< 20.000€ Jahresumsatz in der EU, außerhalb Deutschlands) bedeutet diese Bevollmächtigen-Idee den Marktausschluss! Wenn diese Onlinehändler nicht in die Insolvenz geraten wollen, müssen sie ab dem 12.August 2026 ihr Geschäft einstellen. Ich bin davon ausgegangen, dass die EU angetreten ist, den europäischen Handel zwischen den Staaten zu ermöglichen. Diese PPWR macht genau das Gegenteil. Es erlaubt den großen Onlinehändlern weiterhin am europäischen Markt teilzunehmen. Die kleinen werden ausgeschlossen, weil die finanziellen Hürden so hoch sind, dass die PPWR-Kosten in jedem EU-Land nicht refinanziert werden können. Vielleicht überlegt sich die EU mal, dass auch kleine Onlinehändler Umsätze in dem jeweiligen EU-Staat machen: Sie kaufen Maschinen, Rohstoffe, zahlen Steuern, gehen dabei in das volle wirtschaftliche und rechtliche Risiko. Nur um dann von der EU zu erfahren, dass der EU das Schicksal der Klein- und Kleinstunternehmen nicht wichtig ist. Eines steht fest: Durch diese PPWR wird auch nicht ein Kilogramm Verpackung mehr verwertet! Diese PPWR tötet Kleinunternehmen! Onlinehändler haben – leider – keine Trecker, mit denen man in Brüssel oder Strasburg Aufmerksamkeit erzeugen kann. Deshalb: Schreibt bitte eure EU-Abgeordneten UND den deutschen Umweltminister Carsten Schneider an. Berichtet denen und ihm von finanziellen Konsequenzen und dem drohenden Marktausschluss durch die PPWR.
M
01.08.2026
Genau so wie es CKK schreibt: SCHREIBT! Und zusätzlich an Bundestagsabgeordnete. www.Bundestag.de/Abgeordnete Abgeordnete im Europäischen Parlament: https://www.europarl.europa.eu/meps/de/search/advanced?countryCode=DE
naja
27.07.2026

Antworten

Was so alles als Bürokratieabbau verkauft werden soll, ist erstaunlich. Der freie Handel innerhalb der EU soll offenbar den KMUs schwerer gemacht werden. Amazon, Temu, Shein, .. werden sich freuen, wenn KMUs den EU weiten Handel beenden. Traurige Entwicklung und man fragt sich wirklich, warum sich lokale Politiker nicht mal wehren. Zumal weiterhin der Müll in der Natür gelassen wird und weiterhin Kunststoff ins Meer gekippt wird. Wird nur noch luktativer für Firmen, die so agieren, sprich die Hemmschwelle dürfte geringer werden.
Karl Ranseier
27.07.2026

Antworten

Das KMU-sind-unerwünscht-und-sollen-sterben-Gesetz kommt also. Dann kann ich nicht mehr ins Ausland versenden, es lohnt sich nicht. Es wird alles einfacher und besser mit der EU. Bevor es diesen Moloch gab, hat man eine Rechnung außen am Paket angebracht und war fertig. Jetzt ist alles viel einfacher: Es ist verboten, Waren ins Ausland zu senden! Wie viel Aufwand das spart. Endlich kann ich Nachts wieder ruhig schlafen, weil ich die ganzen Auslandsthemen jetzt nciht merh beachten muss! Danke dafür!
Eingetragener Technokratiebefriediger
27.07.2026

Antworten

Na ja, egal, muss ja nicht. Das schließt Kunden in allen non-DE EU-Ländern halt vom Kauf bestimmter Produkte, die nur in unserem Shop erhältlich sind, aus. Wobei, das stimmt ja nicht, man will ja niemanden diskriminieren. Müssen die halt gucken, wie sie an die bestellte und bezahlte Ware kommen. Dafür ist dann ja Widerruf durch einen Button einfach.
G. Pilz
27.07.2026

Antworten

Das ist ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung mit eindeutigen Nachteilen für die "Kleinen". Fragt man sich, welche Lobby hier zugeschlagen hat? Mir ist völlig unverständlich, warum man die Meldungen überhaupt selber im jeweiligen Land abgeben muss? Jeder ist doch eh "Zwangsmitglied" im eigenen Land. Warum kann man nicht einfach seine Meldungen dort zentral abgeben, und die jeweilige nationale Stelle leitet es an die des jeweiligen Landes weiter. Oder selbst wenn man die Meldung im Ausland selber abgeben muss, warum ist das nicht einfach online möglich? Wozu in aller Welt brauche ich einen Bevollmächtigten in dem jeweiligen Land? Das ist in meinen Augen nichts als Geldmacherei und eine extreme Wettbewerbsverzerrung/ -benachteiligung kleinerer Unternehmen! Für mich schon fast skandalös, dass man so etwas nicht gestoppt kriegt!
Jean-Pierre W
27.07.2026

Antworten

Der Tod von kleinen Händler ist so beschlossen, besonderes wer nütz die große Marktplatz wie Amazon, eBay usw. Einer Bevollmächtigt per Land ist nicht bezahlbar abgesehen von der Aufwand und besonderes wenn man nur einer Paar Bestellung hat. Oder die kleine Händler werden nur in Deutschland verkaufen was bedeutet auch Bye Bye für die FBA Dienstleister dass viele Firmen dann nicht mehr brauchen. Die Chinesen werden bestimmt und wie immer die Gewinner sein. Der OSS Verfahren war schon einer Hammer aber ist besser organisiert weil nur ein Stelle das Geld verteilt aber PPWR in diese Form ist der größte blödsinn was Mann sich vorstellen kann und in Bruxelles gibt es Leuten die Größe Gehalt kassieren um so etwas zu produzieren. Aber eine Frage: Wer soll das bei einem kleinen Online-Shop eigentlich alles kontrollieren? Das würde mich wirklich interessieren. ,
Andreas
27.07.2026

Antworten

"Die Kommission schätzte den europäischen Markt für entsprechende Dienstleistungen auf rund ein bis zwei Milliarden Euro jährlich." Ich frage mich, wieviel Umsatz die ganzen Händler zusammen erzielt hätten, welche jetzt den internationalen Versand einstellen? Leider hat diese Entsorgungswirtschaft wirklich eine tolle Lobby.
Sjaak
27.07.2026

Antworten

Das besiegelt für uns, dass wir ab dem 12. August kein Paket mehr ins EU-Ausland verschicken.
cf
24.07.2026

Antworten

War zu erwarten, aber irgendwie auch nicht schlecht, denn nun ergibt sich für die EU die neue Chance dafür, endlich eine zentrale Plattform zu schaffen, auf welcher sich Händler mit Sitz in der EU zentral registrieren und auch zentral die Gebühren abführen können. - Leider wird die EU diese echte Chance für einen freien Warenverkehr in der EU vermutlich wieder verstreichen lassen. Denn sonst könnte man das womoglich auch für Batterien, Elektroschrott, etc. einführen müssen...
nils
01.08.2026
Das wäre das einzig sinnvolle, aber die EU an sich hat ja nichts zu sagen, sonst würde es ja die Ausnahmen für die kleinen geben. Aber das haben ja die Mitgliedsländer untersagt und die selben Länder werden wohl nicht ihre Eigenständigkeit in diesen Bereichen aufgeben (warum auch immer)
Jens
05.08.2026
"nun ergibt sich für die EU die neue Chance dafür, endlich eine zentrale Plattform zu schaffen, auf welcher sich Händler mit Sitz in der EU zentral registrieren und auch zentral die Gebühren abführen können" Das war genau so mal geplant. Wurde dann aber wieder fallen gelassen, sicherlich werden sich da wieder die Recycling-Lobbys durchgesetzt haben. Wie jetzt auch wieder.