Einschränkung könnte zu weniger Beschäftigung führen
Ökonomen warnen zudem davor, dass eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit gerade zu weniger Beschäftigung führen könnte, wie der Spiegel berichtete. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, gab zu bedenken, dass eine Einschränkung des Rechts den Unternehmen und der deutschen Wirtschaft großen Schaden zufügen könnten. Die Beschäftigung würde sich dabei eher reduzieren, anstatt erhöhen, da der Vorschlag stark gegen die Wünsche der Arbeitnehmer geht.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) merkt zudem an, dass ein erheblicher Teil der Teilzeitbeschäftigten dies nicht freiwillig tut. „Wenn alle Teilzeitbeschäftigten ihre Wünsche nach mehr Arbeitsstunden realisieren könnten, entspräche das 1,4 Millionen Vollzeitstellen“, so IAB-Arbeitsmarktexperte Enzo Weber. Weber sieht auch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, etwa durch den Ausbau der Kinderbetreuung, als vernünftiges Mittel, um mehr Vollzeitbeschäftigung zu erreichen.
Kritik auch von der Opposition
Auch Politiker:innen der Grünen und der Linkspartei äußerten scharfe Kritik an dem Vorstoß der CDU. So etwa Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie kritisierte, dass der Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ ein falsches Bild der Lebensrealität von Frauen und älteren Menschen zeichnet. Auch Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Linkspartei, spricht sich gegen den Vorschlag aus. In der Rheinischen Post spricht sie von „der nächsten Attacke auf hart arbeitende Menschen, besonders Frauen“.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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