Volker Wissing verlässt die FDP
Neben Lindner verlassen auch weitere FDP-Minister die Regierung. Mit einer Ausnahme: Volker Wissing will im Kabinett bleiben – und zwar parteilos. Der derzeit amtierende Bundesverkehrsminister ist aus der FDP ausgetreten. „Ich möchte keine Belastung für meine Partei sein“, zitiert ihn die Tagesschau. Er distanziere sich damit nicht von den Grundwerten der FDP und wolle auch in keine andere Partei eintreten. „Die Entscheidung ist eine persönliche Entscheidung von mir, die meiner Vorstellung von Übernahme von Verantwortung entspricht. Ich möchte mir selbst treu bleiben“, so der Minister. Seine drei Staatssekretär:innen wollen indes nicht Teil der Bundesregierung bleiben, teilte Daniela Kluckert auf X (Twitter) mit: „Unser Land braucht schnell einen Neuanfang und geordnete politische Verhältnisse. Wir haben nach seiner einsamen Entscheidung kein Vertrauen mehr in Volker Wissing.“
Die Union fordert indes den Rücktritt von Wissing: „Es ist eine bodenlose Frechheit, dass Wissing in dieser Lage Minister bleiben will“, heißt es weiter im Tagesschau-Bericht von dem Unionsfraktionsvizen Ulrich Lang, mit Verweis auf die Rheinische Post. Lang kritisierte, dass er als Verkehrsminister „bisher in seinem Bereich nichts auf die Beine gestellt“ habe, „nur eine Bilanz des Scheiterns“. Er wirft Wissing außerdem einen „charakterlosen Loyalitätsbruch“ mit der FDP vor.
Stattdessen wird Wissing nun aber auch zusätzlich noch das Justizministerium besetzen, das zuletzt vom FDP-Kollegen Marco Buschmann besetzt wurde. Auch das Bildungsministerium hatte mit Bettina Stark-Watzinger eine FDP-Politikerin inne. Beide hatten ihren Rücktritt eingereicht. Das Wissenschaftsministerium übernimmt Cem Özdemir (Grüne), meldet die Zeit mit Verweis auf Regierungskreise.
Kommentar schreiben