Bringt „Buy now, pay later“ bald mehr Bürokratie für Online-Händler:innen?

Veröffentlicht: 24.06.2025
imgAktualisierung: 24.06.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
24.06.2025
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Würfel mit den Wörtern „BUY NOW PAY LATER“, der letzte Würfel wird von einem Finger auf „LATER“ gedreht.
Fokussiert / Depositphotos.com
Die Regierung plant, BNPL als Verbraucherdarlehen zu regulieren. Ab 2026 müssen Händler:innen eine Kreditwürdigkeitsprüfung durchführen


Seit 2023 schwelt die Verbraucherkreditrichtlinie im E-Commerce vor sich hin. Sie soll nicht nur das reibungslose Funktionieren der Kreditmärkte sicherstellen, sondern auch ein hohes Verbraucherschutzniveau sicherstellen. Hierzu gehört insbesondere, dass Verbraucher besser vor Überschuldung geschützt werden.

Nun hat das Bundesfinanzministerium mit der Umsetzung begonnen.

Buy now, pay later künftig als Darlehen

Im aktuellen Gesetzentwurf wird die „Buy now, pay later“-Zahlmethode (BNPL) in den Anwendungsbereich für Verbraucherdarlehen aufgenommen. Bislang war diese Zahlungsform, bei der Verbraucher:innen ihre Einkäufe erst später begleichen, nicht reguliert.

„Unser Ziel ist klar: mehr Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher bei Kreditverträgen – ohne vermeidbaren bürokratischen Ballast“, so Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) laut Beck-Aktuell.

Konkret heißt das: Anbieter dieser Methode müssen künftig vor Vertragsabschluss die Kreditwürdigkeit der Kund:innen prüfen – und zwar nach denselben Maßstäben wie bei Immobiliendarlehen.

Die zugrunde liegende EU-Richtlinie muss bis zum 20. November 2025 in nationales Recht umgesetzt werden. Ein Jahr später wird das Umsetzungsgesetz dann gelten.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 24.06.2025
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Chembaer
25.06.2025

Antworten

Gemäß früheren Aussagen ist davon auch der Kauf auf Rechnung betroffen. Ist dies weiterhin so?
K.I
25.06.2025

Antworten

Meinung: "Die Regierung plant" lautes Gelächter! Bürokratieabbau war das große Wahlversprechen!!!!! Aber versprechen kann sich jeder mal!
IP
24.06.2025

Antworten

Und was hab ich als Händler damit zu tun? Diese Verträge schließen die Verbraucher mit Klarna, Paypal und co. ab, nicht mit mir als Shopbetreiber. Also warum hab ich dann mehr Bürokratie?
Sandra
25.06.2025
Genau, sehe ich genauso. Man ist ja schon gezwungen, bei PP z.Bsp. Ratenzahlung anzubieten und dort auch noch die Zinsen zu übernehmen! Den Kreditvertrag schließt der Kunde doch mit seinem Account da ab, wir bekommen in der Regel (außer der Abrechnung von PP) gar nichts mit. Für Bankgeschäfte brauchts ja eine gesonderte. Genehmigung oder Lizenzierung. Soll man als Onlineshop DAS dann PP oder der Klarna oder der Bank abnehmen? Versteh den Sinn nicht