Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Betriebsrenten-Reform: Mehr Schutz für kleine Einkommen und KMU

Veröffentlicht: 05.09.2025
imgAktualisierung: 05.09.2025
Geschrieben von: Yvonne Bachmann
Lesezeit: ca. 2 Min.
05.09.2025
img 05.09.2025
ca. 2 Min.
Mehrere menschen zahlen Münzen in ein Sparschwein ein
sergeypykhonin / Depositphotos.com
Das Kabinett erleichtert KMU den Einstieg, hebt Förderungen an und macht die Altersvorsorge für Mitarbeiter attraktiver.


Viele kleinere Online-Händler haben kaum Zeit, sich intensiv mit dem Thema betriebliche Altersvorsorge zu beschäftigen – zu knapp sind Personal und Ressourcen. Genau hier setzt das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz an: Mit höheren Förderungen, vereinfachtem Zugang und mehr Flexibilität will die Bundesregierung Betriebsrenten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) attraktiver machen und insbesondere Beschäftigten mit geringem Einkommen zugutekommen.

Mehr Sicherheit und eine gute Vorsorge fürs Alter

Das Bundeskabinett hat am 3. September den Entwurf für das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz verabschiedet. Ziel ist es, die betriebliche Altersversorgung (bAV) als zweite Säule der Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente auszubauen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betonten die Bedeutung von Betriebsrenten für mehr Sicherheit im Alter, besonders für Arbeitnehmer in KMU und mit niedrigen Einkommen.

Mit dem neuen Gesetz wird der Zugang zu Betriebsrenten deutlich erleichtert. Bisher konnten nur Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen von bestimmten Modellen profitieren. Künftig dürfen aber auch alle anderen Mitarbeiter mitmachen – wenn die zuständigen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände zustimmen. Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das: Sie können ihren Beschäftigten einfacher eine Betriebsrente anbieten, auch wenn sie selbst keinen großen Tarifvertrag haben.

Außerdem verbessert die Bundesregierung die Förderung für Beschäftigte mit geringem Einkommen. Konkret heißt das: Wer nicht viel verdient, bekommt künftig mehr staatliche Unterstützung, wenn der Arbeitgeber eine Betriebsrente anbietet. Die Einkommensgrenzen, bis zu denen diese Förderung greift, werden nach oben verschoben und regelmäßig angepasst. Zusätzlich steigt auch der maximale Förderbetrag. Damit lohnt es sich für Arbeitgeber stärker, eine Betriebsrente für ihre Mitarbeiter einzurichten.

Ein weiterer Punkt betrifft die Geldanlage. Bisher waren die Vorgaben sehr streng, sodass die Renditen von Betriebsrenten eher begrenzt blieben. Durch neue, flexiblere Regeln sollen die angelegten Gelder künftig besser verzinst werden können – natürlich weiterhin unter sicheren Rahmenbedingungen.

Maßnahmen werden weiter ausgebaut

Bereits 2018 trat das erste Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft. Es brachte steuerliche Anreize für Geringverdiener. Allerdings nutzten bislang vor allem größere Unternehmen diese Möglichkeiten, während KMU und ihre Mitarbeiter häufig außen vor blieben.

Für kleine Online-Händler bedeutet das Gesetz: Der Einstieg in die betriebliche Altersvorsorge wird einfacher und staatlich stärker unterstützt. Damit können Unternehmen nicht nur ihren Mitarbeitern eine wertvolle Zusatzrente bieten, sondern auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern – ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte.

Veröffentlicht: 05.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 05.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Yvonne Bachmann

Yvonne Bachmann

Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben