Der EU-Rat hat das Omnibus-I-Paket in dieser Woche endgültig verabschiedet und das EU-Lieferkettengesetz (formal eine europäische Richtlinie) sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich entschlackt. Für Händler und Marken bedeutet das weniger Bürokratie.

Künftig fallen nur noch Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und 1,5 Mrd. Euro Umsatz unter die Lieferkettenpflichten. Laut EU-Angaben würden damit rund 85 Prozent der ursprünglich erfassten Firmen aus dem Anwendungsbereich fallen; betroffen seien noch etwa 1.500 Unternehmen. Die Anwendung startet erst im Juli 2029, die nationale Umsetzung ist bis Juli 2028 fällig.

Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung sollen die Schwellen auf mehr als 1.000 Mitarbeitende und 450 Millionen Euro Jahresumsatz steigen. Für Unternehmen aus Drittstaaten seien ebenfalls höhere Umsatzgrenzen vorgesehen. Betriebe, die nach bisheriger Planung bereits 2024 berichtspflichtig gewesen wären, sollen für 2025 und 2026 ausgenommen werden, wenn sie die neuen Schwellen nicht erreichen.

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