(Keine) Gebühr für PayPal ?
PayPal fällt nach der Rechtslage eigentlich nicht unter das Verbot und Händler können demnach weiterhin gesetzeskonform PayPal-Gebühren beim Verbraucher erheben. Wäre da nur nicht die Änderung der AGB durch PayPal selbst. Diese verbieten es, ein Entgelt für die Nutzung von PayPal zu verlangen. Verstößt ein Händler dagegen, behält sich PayPal das Recht vor, das Konto des Händlers zu sperren. Und PayPal ist in diesem Fall sogar schneller als das Gesetz. Die neuen Bedingungen gelten ab heute, dem 9. Januar 2018. Daher dürfen nach den AGB von PayPal ab heute ohnehin keine Gebühren für diese Zahlart mehr erhoben werden.
Keine Gebühren bei Factoring?
Bei dem sog. Factoring handelt es sich um Zahlarten, in denen Zahlungsdienstleister dem Händler die offene Forderung gegen den Kunden abkaufen. Der Anspruch auf Zahlung geht in diesen Fällen direkt an Anbieter über. Verwendet wird dieses Modell insbeondere bei Zahlungen über Klarna, Ratepay oder Novalnet über. Der Kunde zahlt dabei nicht mehr an den Händler, sondern an den Zahlungsdienst.
Streng genommen würde in solchen Fällen das Verbot gegenüber dem Zahlungsdienstleister bestehen. Dieser darf von Kunden keine Gebühr verlangen, der Händler schon. Es ist aber stark zu vermuten, dass die Rechtsprechung diesen Fall bald bewerten muss. Würde man für die Überweisung an einen Zahlungsdienstleister Gebühren verlangen dürfen, für reguläre SEPA-Überweisungen an den Händler nicht, könnte darin eine Umgehung der Ziele der Richtlinie gesehen werden. Diese will gerade auch Zahlungsdienstleister mit einbeziehen. Bis zu einer rechtssicheren Klärung sollten Händler dringend den sicheren Weg gehen und auch bei diesen Zahlarten kein Entgelt verlangen.
Über die weitere Entwicklung halten wir Sie wie gewohnt auf dem Laufenden.
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wir bitten um Entschuldigung.
Wir bekommen sehr viele E-Mails pro Tag und da kann es schon mal passieren, dass eine Nachricht unter geht. Die Verfasserin weis Bescheid und wird Ihnen antworten.
Beste Grüße
die Redaktion
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Ich bin stinksauer. Vor wenigen Wochen hieß es hier, daß Nachnahme nicht vorrangig eine Zahlart sondern eine Versandart ist. Auf meine Nachricht an die Verfasserin gab es keine Antwort (angeblich erfolgt die Antwort binnen 24 Std). Nun steht hier wieder etwas anderes. Ein befreundeter Händler hat den Aufpreis bei der Vollprüfung seines Shops durch den Händlerbund genehmigt bekommen. Bitte entscheidet Euch rechtsverbindli ch was denn nun zulässig ist oder nicht. DANKE Ein langjähriger Kunde
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vielen Dank für deine Anfrage. Deine Formulierung deckt sich fast mit unserer: "zzgl. Nachnahmegebühr 0 €, weiter fallen 2 € Zustellgebühren an, die Sie jedoch nicht an uns, sondern an den Zusteller direkt zahlen müssen". Aber die Zustellgebühr ist nur ein temporäres Problem, da die Post dies im März ändert.
Viele Grüße
die Redaktion
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ok gerne.
aber gilt es auch für 2 EUR, die die Post selbst erhebt? deren Höhe und sein oder nicht sein kann ein Händler nicht beeinflussen.
bisher bestand Informationspfl icht des Händlers eben auch über jene 2 EUR, die nicht Händler, sondern die Post noch zusätzlich kassieren wird.
wie soll nun der korrekte Wortlaut für die Zahlungsart Nachnahme im shop sein: "0 EUR Nachnahmegebühr , zzgl. 2 EUR Postgebühr die jedoch nicht wir, sondern Post kassiert"?
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danke für deine interessante Anfrage. Leider ist die ganze Problematik der Nachnahme noch nicht gerichtlich geprüft. Es bleibt daher abzuwarten, was die Rechtsprechung in dem neuen Gesetzeswortlau t sieht. Daher empfehlen wir, dies erst einmal nicht zu machen. In deiner Konstellation wäre es schon möglich, dadurch ein Verbot zu umgehen, da nur Barzahlung möglich wäre. Dann dürfte dies aber nie anders laufen und als Händler hätte man noch mehr Dokumentationspflichten.
Beste Grüße
die Redaktion
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besten Dank für den Hinweis. Wir geben das an die IT weiter!
Beste Grüße
die Redaktion
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1. Antworten der Redaktion (oder auch von anderen Lesern) sollten unter dem Kommentar stehen auf den sich die Antwort bezieht. So wie es jetzt ist, muss man sich immer erst den Kommentar suchen, auf den sich die Antwort bezieht.
2. Kommentare sollten in der zeitlichen Reihenfolge von oben nach unten aufgelistet werden. Wie soll man sich denn sonst auf vernünftigem Wege einen Überblick der bisherigen Kommentare verschaffen, vor allem wenn sich die Kommentare auf ältere beziehen? Sie schreiben doch Ihre Artikel auch nicht von unten nach oben.
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Aber selbstverständl ich geben wir Ersparnisse an die Kunden weiter. In unserem Fall erhält ein Kunde 5% Preisnachlass bei Zahlung per Banküberweisung .
Nachnahme sehe ich etwas gelassen. Bei Hermes USt eine Abholung an einer Packstation nicht möglich, der Zusteller kassiert vor Ort bar ab und im Paketshop hat der Kunde grundsätzlich die Möglichkeit, bar zu bezahlen. Entscheidet er sich dort für eine unbare Zahlung mit Karte, ist das sein eigener Wille und nicht von mir als unbare Zahlweise zwingend vorgesehen.
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kann man nicht auch einen Vermerk am Paket anbringen, dass im Falle des Nichtantreffen des Kunden das Paket zurückgeschickt werden soll?
Explizit: Keine Zustellung an eine Packstation / Postfiliale
Sofern man das Paket mit dem Vermerk abfotografiert, hätte man doch auch einen Nachweis und würde dies umgehen, oder?
Bei jedem Apothekenpaket steht es ja auch drauf...
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danke für deine Frage. Auch Sofortüberweisu ng, giropay und paydirekt handelt es sich um Zahlungsdienste leister. In den Fällen, in denen die von diesen erhobene Kosten auf den Kunden umgelegt werden, würde ein Fall des Surcharching vorliegen, der verhindert werden soll. Daher sollte in diesen Fällen auch keine Gebühr erhoben werden.
Viele Grüße
die Redaktion
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