„Barrierefreiheit muss endlich umgesetzt werden – jetzt und überall!“
Trotz der überwiegend negativen Ergebnisse des Tests gibt es auch positive Beispiele. Die Webseite von Asos beispielsweise überzeugt durch einen jederzeit sichtbaren Tastaturfokus und eine gut bedienbare Navigation. Michael Wahl, Leiter der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik, sieht zudem großes Potenzial in der Nutzung von künstlicher Intelligenz: „KI kann Arbeitsschritte erleichtern und Menschen neue Möglichkeiten eröffnen, die sie ohne Barrierefreiheit nicht hätten.“ Zu denken wäre hier an prägnante Alt-Texte oder Chat-Bots, die auf Nachfrage Detailinformationen zu Produkten herausgeben können.
Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur ein rechtliches Erfordernis, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, betont Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, gestern in einem Pressegespräch zur Vorstellung des Testberichts und findet deutliche Worte: „Nicht-barrierefreie Online-Shops sind betriebswirtschaftlicher Unfug.“ Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, pflichtet in der entsprechenden Pressemitteilung bei: „Unternehmen, die dies nicht tun, nehmen in Kauf, dass sie potenzielle Kunden ausschließen.“
Wer davon noch nicht überzeugt ist, lässt sich vielleicht mit der Aussicht auf ein besseres Google-Ranking zu entsprechenden Maßnahmen überreden. Fest steht, dass barrierefreie Webseiten qualitativ hochwertiger sind, denn Menschen finden sich dort gut zurecht und bleiben somit länger und fokussierter auf der Seite. Das gefällt natürlich auch Google, denn der Seite kann man somit mehr Vertrauen schenken.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Für reine Webseiten mach ich die Optimierung tatsächlich mit 2-3 Klicks und ein paar Code Snippets.
Die templates für mein Shopsystem mit kryptischen Kürzeln die nichts mit HTML zu tun haben und bei denen ein Zeichenfehler zum erliegen der halben Shopseite führt Fass ich aber nicht an.
Die Umsetzung durch Profis kostet irgendwo zwischen 800 und 1500 Euro und der Mehrwert ist in meinem Fall nicht existent, da ich keine Ware verkaufe die Menschen mit Seh-Einschränku ngen oder fehlenden Gliedmaßen verwenden können.
Mmn sorgt das nur für rausgeworfenes Geld und Zeit wenn man keine absolut universelle Ware wie Kleidung, dekor oder verbrauchsguter des täglichen Lebens verkauft.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Da sind sich wohl die Experten der Komplexität zeitgemäßer Online-Shopsyst eme nicht wirklich bewusst...was ein Schwachsinn.
Ihre Antwort schreiben