Wirtschaft warnt: Verzögerungen beim Bürokratieabbau treiben Produktion ins Ausland
Kritik an der Verschiebung gibt es von den Grünen. „Einem Abschluss noch vor der Sommerpause stand aus unserer Sicht nichts im Wege“, wird der zuständige Grünen-Berichterstatter Lukas Benner dazu vom Handelsblatt zitiert.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) warnt außerdem: „Alle sind für Bürokratieabbau, aber diese Regierung kündigt nur an und macht nichts. Das wird zu weiteren Produktionsverlagerungen ins Ausland und zu Betriebsaufgaben führen“, sagte INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben.
Tatsächlich scheint die Bürokratie in Deutschland eine große Hürde zu sein: Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM Bonn) im Auftrag der INSM wollen 58 Prozent der Unternehmen wegen der bürokratischen Hürden nicht mehr in Deutschland investieren.
Auch die aktuelle Umfrage der DZ BANK und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bestätigt diese Annahme: 35 Prozent der Freiberufler und Selbstständigen erwägen eine Abwanderung ins Ausland; 27 Prozent denken über eine Aufgabe nach.
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