Seit Jahren bemühen sich Jugendschützer, Behörden und EU darum, Porno-Plattformen zu einem wirksamen Jugendschutz und zur Bekämpfung illegaler Inhalte zu verpflichten. Pornhub und andere Anbieter sind aber nach wie vor vergleichsweise einfach zu erreichen („Sind Sie über 18 Jahre alt?“ - „Ja“) und tun aus Sicht der Politik zu wenig gegen illegale Inhalte. Der Digital Services Act (DSA) der EU könnte das nun ändern.
Die EU-Kommission hat den Plattformen Pornhub, XVideos und Stripchat eine Frist bis zum 4. Juli gesetzt, um glaubhaft und detailliert darzulegen, „wie sie die Risiken im Zusammenhang mit dem Jugendschutz prüfen und mindern. Außerdem sollen sie darlegen, wie sie die Verbreitung illegaler Inhalte und geschlechtsspezifischer Gewalt verhindern, und welche Verfahren sie für die Alterskontrolle anwenden“, heißt es von der Kommission. Möglich macht das der DSA, demzufolge die genannten Portale als sehr große Online-Plattformen (Very Large Online Platform, VLOP) einzustufen sind, weil sie monatlich mehr als 45 Millionen Nutzer:innen im EU-Raum erreichen.
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