„Dringend“ mehr Rechtssicherheit benötigt
Ein großes Minenfeld hinsichtlich der rechtskonformen Umsetzung stellt der Umgang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dar. Wie man mit Daten richtig umgeht, möglicherweise handelt oder diese transferiert, ist für viele Unternehmen eine wichtige Fragestellung. Schließlich haben vor allem Verbraucher:innen umfassende Rechte, was ihre Daten angeht – Unternehmen dagegen vor allem Pflichten.
Die DSGVO, die seit Mai 2018 in Kraft ist, zielt darauf ab, den Datenschutz in der EU zu stärken und zu vereinheitlichen. Doch genau diese Verordnung sorgt für Verwirrung und Unsicherheit unter den Unternehmen. Besonders das Zusammenspiel der DSGVO mit neuen EU-Digitalregulierungen bereitet vielen Firmen Kopfzerbrechen. Ein Beispiel hierfür ist das Anonymisieren von Daten: Unternehmen sind sich oft unsicher, welche Techniken zulässig sind und wie sie ihre Daten anonymisieren können, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen.
Laut Juristin Anja Hoffmann, welche die Umfrage für das CEP auswertete, bräuchte es „dringend mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit der Datenschutzgrundverordnung.“ Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben oft nicht die Ressourcen, um komplexe rechtliche Fragen selbst zu klären. Eine Vereinfachung und Harmonisierung der Gesetze könnte hier Abhilfe schaffen und die Digitalisierung tatsächlich vorantreiben.
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