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Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
- Das EU-Parlament verabschiedet neue Regelungen für blitzschnelle Euro-Überweisungen
- Deutschland will sich stärker in Netzfragen einmischen
- Alibaba kämpft mit Gewinneinbruch im dritten Quartal: CEO setzt auf Investitionen und Aktienrückkaufprogramm
Das EU-Parlament hat neue Vorschriften angenommen, die es ermöglichen sollen, dass Überweisungen in Euro innerhalb von zehn Sekunden auf Privat- und Unternehmenskonten innerhalb der EU eingehen. Dieses Vorhaben, auf das sich die Unterhändler:innen der Mitgliedstaaten bereits im vergangenen Jahr geeinigt hatten, erhielt nun laut Heise die formale Zustimmung des Parlaments. Allerdings steht die endgültige Zustimmung der Länder noch aus. Nach der Veröffentlichung der Verordnung haben die Mitgliedstaaten zwölf Monate Zeit, um die Vorgaben umzusetzen.
Besonders bemerkenswert an diesem neuen, verpflichtenden Service ist, dass er nicht teurer sein darf als herkömmliche, nicht sofortige Überweisungen und jederzeit zur Verfügung stehen muss. Zusätzlich sollen die Auftraggeber:innen ebenfalls innerhalb von zehn Sekunden über die durchgeführte Überweisung informiert werden.
Auch Mitgliedstaaten außerhalb der Euro-Zone können von der neuen Regelung betroffen sein, sofern die Konten bereits regelmäßige Transaktionen in Euro ermöglichen. Um Betrug vorzubeugen, seien laut EU-Parlament Zahlungsdienstleister allerdings auf eine „unverzügliche“, kostenlose Identitätsprüfung von Empfänger:innen angewiesen.
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Trotzdem ist es bis heute im SEPA Raum nicht möglich, innerhalb wenige Sekunden Geld zu überweisen. Innerhalb Deutschlands wird meist gegen einen mehr oder minder geringen Aufpreis von vielen Banken zumindest eine sofortige Überweisung angeboten. Für Geldtransfers von und ins Ausland gilt dies nicht.
Es ist für mich in keiner Weise technisch begründbar, das Geld Transaktionen innerhalb des gemeinsamen SEPA Raums nicht nahezu in Echtzeit durchgeführt werden können. Und wer einmal versuchte, eine Überweisung nach 16:00 Uhr an einem bankentechnisch ungünstig fallenden 23. Dezember zu überweisen, macht sehr schnell auch Erfahrungen mit Laufzeiten, die nahezu eine Woche betragen können. Dabei werden all diese Transaktionen schon immer rein elektronisch durchgeführt.
Niemand konnte mir bis heute allerdings eine schlüssige Antwort auf die Frage geben, wer eigentlich in der Zeit, wo das Geld für den Absender wie auch den Empfänger quasi verschwunden zu sein scheint, damit eigentlich Geld (Zinsen/Arbitra ge) verdient. Insofern ist eine gemeinsame und zeitgemäße Regelung für Überweisungen innerhalb des SEPA Raums mehr als überfällig.
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