Eigentlich galt die Sache als beschlossen: Im Dezember einigten sich 27 Unterhändler:innen der EU auf den Inhalt der EU-Lieferketten-Richtlinie. Die Zustimmung des Rates der EU-Mitgliedstaaten, sowie des Parlaments galt – wie bei der Gesetzgebung der EU üblich – als Formsache. Dafür hat man sich ja schließlich bereits im Dezember zusammengesetzt. Allerdings wurde nun bekannt, dass Deutschland seine Stimme doch enthalten wird. Der Grund dafür ist wohl die FDP.
Kurz erklärt: Lieferkettengesetze
Neben dem EU-Vorhaben hat Deutschland bereits ein eigenes Lieferkettengesetz, das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten müssen Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden in ihrer eigenen Lieferkette verhindern. Von dem Gesetz sind in Deutschland etwa 2.900 Unternehmen betroffen.
Die EU-Lieferketten-Richtlinie geht weiter: Diese will Unternehmen ab 500 Beschäftigte in die Pflicht nehmen.
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Ich betreibe ein kleines Unternehmen und Jahr für Jahr kommen neue Auflagen aus Brüssel dazu.
Es bräuchte weitere Mitarbeiter, um das alles zu stemmen.
Jetzt spüren wir zunehmend alle die Rezession und da haben wir alle bald andere Sorgen, als sich um das Wohlergehen in anderen Ländern zu kümmern. Umsatzrendite 2022 noch 19%, nun 2023 nur 2%.
Wir können uns das bald nicht mehr leisten. Und um uns wird sich dann kein anderes Land noch kümmern.
Der Gürtel wird für alle in den nächsten Jahren enger. Nur will es niemand glauben.
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Ich denke das die FDP bei den nächsten Wahlen endlich wieder unter 5% bleibt.
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Ich würde dazu raten das die Architekten solcher Modelle nicht nur eine dumme Idee nach der anderen Kundtun sondern ihre Entwürfe mit dem eigenen Unternehmen/Gel d ausprobieren und erst bei nachweisbar, reibungsloser Funktionalität, öffentlich machen.
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