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Union beantragt Stopp der Cannabislegalisierung

Veröffentlicht: 17.10.2023
imgAktualisierung: 05.04.2024
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.10.2023
img 05.04.2024
ca. 2 Min.
Mann hält sich Stoppschild vor das Gesicht
© ra2 studio / shutterstock.com
Die Cannabis-Legalisierung verfehle ihr Ziel, findet die Union und beantragt den Stopp der Pläne.


Dass die Union bei den Plänen zur Legalisierung von Cannabis nicht gerade in tosenden Beifall verfällt, ist klar. Nun fordert sie in einem Antrag sogar den sofortigen Stopp der Pläne. 

Unverantwortliches Vorhaben?

Den Antrag begründete die Union laut Beck-Aktuell damit, dass die Pläne unverantwortlich seien. Insbesondere für Menschen bis 25 Jahren sei der Konsum von Cannabis ein Risiko. Aus der klinischen Forschung sei bekannt, dass sich der intensive Konsum nachteilig auf Gedächtnis-, Lern- und Erinnerungsleistungen, Aufmerksamkeit, Denkleistung und Intelligenz auswirke. Bei bestimmten Gruppen bestehe zudem ein Zusammenhang mit Zusammenhang mit depressiven Störungen, Suizidalität, bipolaren Störungen, Angsterkrankungen sowie zusätzlichem Missbrauch von Alkohol und illegalen Drogen. Dieser Zusammenhang sei unabhängig von der Dosis.

Keine Entlastung der Justiz

Außerdem merkte die Union an, dass die Pläne nicht dazu geeignet seien, die angestrebte Entlastung der Justiz und Strafverfolgungsbehörden zu erreichen. Die Kontrolle der Einhaltung von Regeln zum privaten Anbau und auch die Durchsetzung von Konsumverbotszonen würde zu einem  immenser Vollzugs- und Überwachungsaufwand führen. Damit gibt die Union die Ansicht des Deutschen Richterbundes zu dem Vorhaben wieder. "Insbesondere wird die Justiz durch die Gesetzespläne nicht entlastet, sondern eher zusätzlich belastet. Das sehr kleinteilige Gesetz würde zu einem hohen behördlichen Kontrollaufwand, zu zahlreichen neuen Streitfragen und zu vielen Verfahren vor den Gerichten führen", kommentierte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn im August laut Beck-Aktuell das Vorhaben. 

Der Gegenvorschlag der Union lautet, dass eine geeignete Institution wie etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit einer langfristig angelegten Präventionskampagne beauftragt werden soll. So über die langfristigen Folgen eines Cannabiskonsums informiert werden. 

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Veröffentlicht: 17.10.2023
img Letzte Aktualisierung: 05.04.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Birgit
19.10.2023

Antworten

Bier ist ab 16 Jahre, um vom Bier "tot" umzufallen, braucht es aber schon ne Menge. Psychische Störungen erhält man nicht vom Bier, bei Cannabis ist es aber nachgewiesen. Die Union ist jedenfalls verantwortungsb ewusster als die anderen Parteien. Eine psychische Störung kommt nicht von heute auf morgen und wird darum unterschätzt

Ich möchte übrigens, dass ein Mensch, der mich mal über den Haufen fährt oder mit einer Waffe verletzt, auch verurteilt wird..sobald man liest der "Täter" hat Cannabis konsumiert und der Arme kann ja gar nichts dafür ist er sogut wie "freigesprochen ", auch wenn ich mich schon gefreut hatte, mal den Cannabisanbau auszuprobieren und in der Nachbarschaft "abzugeben" gegen Obulus natürlich
Marco
19.10.2023

Antworten

Kontrolle des privaten Anbaues ist in der Praxis völlig illusorisch. Der Staat schafft es ja nicht einmal die Lebensmittelbet riebe ausreichend zu kontrollieren und da sollen Millionen Kleinanbauer überwacht werden lol. Solange eine Todesdroge wie Alkohol legal ohne Mengenbegrenzun g ab 16 Jahren erworben werden darf, sollte sich niemand im Land scheinheilig über Cannabis aufregen... Da ist Cannabis noch das kleinere Übel. Wenn es der Union um den Schutz der Bevölkerung geht, kann diese doch einmal Alkohol verbieten. Fazit: Es geht der Union nicht um den Schutz der Bevölkerung, es geht der Union um den Schutz der Brauereifreunde und Destillen. Lobbyismus as usual im Land.