Verbraucher, die im Internet einen Vertrag abschließen, können diesen seit dem Sommer letzten Jahres einfacher kündigen. Unternehmen müssen dafür einen entsprechenden Kündigungsbutton auf ihrer Website einbauen – soweit die Theorie. Allerdings sieht das in der Praxis bislang noch ganz anders aus, denn ein Großteil der Unternehmen ist diesen Forderungen noch immer nicht nachgekommen.
Das geht aus einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hervor, der die schleppende gesetzeskonforme Umsetzung scharf kritisiert. Laut der Analyse fehlt bei 72 Prozent der knapp 3.000 untersuchten Webseiten der entsprechende Button. „Es ist inakzeptabel, dass noch immer nicht alle Unternehmen den Kündigungsbutton fristgerecht umgesetzt haben“, wird vzbv-Vorständin Ramona Pop bei der Tagesschau zitiert. „Unternehmen hatten genügend Zeit, sich mit der neuen Rechtslage und deren Auswirkungen auf die Praxis auseinanderzusetzen.“
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Es gibt nur einen Button, um die Kündigung "vorzumerken".
Daraufhin bekommt man eine Email und MUSS seine Kündigung vie Telefonanruf innerhalb von 7 Tagen bestätigen, sonst wird diese aufgehoben.
Dazu benötigt man wiederum seine 5-stellige "Service-PIN" aus dem Online-Cockpit.
Und nachdem die Hotline-MAin auch sicherheitshalb er alle anderen Persönlichkeits daten zur Authentifizieru ng überprüft hat, wird man natürlich gefragt, warum man denn kündigen will, und ob man nicht ein besonders gutes Angebot wahrnehmen will und seine Kündigung zurücknehmen will.
Alles zielt darauf ab, eine Kündigung zu erschweren.
Eine echte Zumutung.
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