Die Cannabis-Legalisierung zu Genusszwecken soll noch in diesem Jahr mit einem ersten Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden und noch in der laufenden Legislaturperiode in Kraft treten. Doch bis dahin sind noch einige Fragen zu klären. Dazu gehört, wie man die geplante Legalisierung mit geltendem EU-Recht unter einen Hut bringen soll.
Insbesondere der Europäische Gerichtshof (EuGH) war bisher der Auffassung, dass eine Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken nicht mit den europäischen Verträgen und Gesetzen vereinbar ist. Deutschland muss hier also eine Lösung finden.
Angesichts dieser Rechtslage kommt oft Verwirrung auf: Warum ist das EU-Recht ein Problem für die deutschen Legalisierungspläne, während man in den Niederlanden Cannabisprodukte scheinbar problemlos in Coffeeshops erwerben kann?
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Wird dieses Experiment erfolgreich, dann wird auch hier eine Regelung gefunden werden, Cannabis in ganz Holland aus kontrollierten Anbau zu verkaufen.
Die Schweiz welche nicht zur EU gehört, aber zum Schengen Raum plant auch eine umfanssende Legalisierung und die Stadt Basel hat unlängst damit begonnen Cannabis in einem Pilotprojekt zu verkaufen.
Und auch Spanien hat mit ihren Cannabis Social Clubs ein juristisch einwandfreies System etabliert, wo Cannabis kontrolliert verkauft wird.
Ich finde man sollte sich nicht über die Spitzfindigkeit en hermachen, wie die anderen Ländern gezeigt haben gibt es genug Möglichkeiten rechtlich einwandfrei Cannabis (de facto) legal abzugeben.
Wie sagte der Herr Lauterbach unlängst im Interview:
"Die Legalisierung wird definitv kommen" (dank einer guten Rechtsabteilung die da wohl mehrere Optionen erarbeitet hat) und schloss mit dem Satz ab:" Wir paffen das" ;)
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