Beim Bund-Länder-Treffen am Dienstagnachmittag werden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder angesichts der raschen Ausbreitung der Coronavirusvariante Omikron über erneute Verschärfungen von Maßnahmen beraten. Omikron wird als deutlich ansteckender aufgefasst. Neue Maßnahmen sollen vor allem die kritische Infrastruktur, insbesondere im Gesundheitssystem, schützen.
Der Beschlussvorlage zufolge soll es vor allem nach Weihnachten stärkere Einschränkungen geben, wie die Tagesschau meldet: Ab dem 28. Dezember dürfen sich voraussichtlich nur noch zehn Personen, die geimpft oder genesen sind, gemeinsam drinnen und draußen treffen, ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahre. Ungeimpfte Menschen dürfen wie bisher lediglich mit zwei Personen eines weiteren Haushalts zusammenkommen.
Ein genereller Lockdown, der u. a. die Schließung von Geschäften und Schulen umfasst, sei darüber hinaus ebenfalls nach Weihnachten möglich. „Ich glaube, wenn sich bestätigt, was Expertinnen und Experten vorhergesagt haben und was wir in europäischen Nachbarländern sehen, dann können wir einen generellen Lockdown, der alles mit einschließt, von der Wirtschaft über den Bildungsbereich und auch viele private Zusammenkünfte, jetzt nicht mehr ausschließen“, erklärte Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) zufolge sollte ein Lockdown „nur die ultima ratio bleiben“.
Booster-Impfung und die konsequente Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen im Alltag könnten einen Lockdown möglicherweise vermeiden, sagten Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz. Das Impftempo wolle man hoch halten, bis Ende Januar sollen dpa/onvista zufolge insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen verabreicht werden.
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