Seit drei Jahren schon ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Doch noch immer sind nicht alle zufrieden mit der neuen Gesetzeslage. Ein Großteil deutscher Unternehmen klagte 2020 über komplizierte Prozesse und hohe Kosten. Jetzt will FDP-Chef Christian Lindner die DSGVO angehen und überarbeiten, wie er laut heise.de auf einer Versammlung des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sagte. Generell seien die Bestimmungen des Datenschutzes in Deutschland kritisch zu überprüfen und auch die DSGVO solle neu auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft werden.
Lindner kritisierte dabei unter anderem das umständliche Cookie-Einwilligungsverfahren, das erleichtert werden soll. Sein Vorschlag: Nutzer könnten schon bei der Installation ihres Browsers bestimmte Grundsatzfragen zum Datenschutz beantworten, die dann durchgängig gelten. Auch VDZ-Präsident Rudolf Thiemann sprang Lindner zu Seite. Er verwies auf die Wichtigkeit von Nutzerdaten für die Finanzierung von digitalen Presseprodukten. „Datenschutzrecht bedroht die Finanzierbarkeit digitaler Zeitschriftenmedien“, warnte er. Der Chef des Zeitschriftenverbandes forderte die Politik auf, eine „einfache und praktikable Einwilligungseinholung“ zu ermöglichen.
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