Mit den Stimmen der Koalition aus CDU/CSU und SPD hat der Bundestag am 22. April für die TKG-Novelle – also die Erneuerung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) – gestimmt. Die Opposition stimmte geschlossen dagegen. Voraussichtlich ab Mitte 2022 kann man dann schnellere Festnetzverbindungen einfordern, sofern der Bundesrat dem Vorhaben auch zustimmt. Sowohl für Download als auch für Upload und Latenz soll es dafür – noch zu berechnende – Mindestvorgaben geben. Im Gespräch sind beim Download als Richtwert 30 Megabit pro Sekunde. Der verbindliche Minimalwert dürfte deutlich darunter liegen, auch weil der Ausbau der Netze aufwändig und teuer werden dürfte. Aktuell ist das Internet in Deutschland oft langsamer als vertraglich versprochen. Nur etwa drei Viertel der Festnetz-Breitbandanschlüsse in Deutschland erreichen mindestens die Hälfte der zugesicherten Datenübertragungsrate, beim mobilen Internet sind es gar nur 17,4 Prozent der Nutzer, wie aus einem aktuellen Bericht der Bundesnetzagentur hervorgeht.
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