Wem die Steuern hier in Deutschland zu hoch sind, der sieht zu, dass er den Geldfluss irgendwie in andere Länder verlagert, die einen geringeren Steuersatz haben. Um Steuerflucht in sogenannte Steueroasen schwerer zu machen, hat das Bundesfinanzministerium seinen Entwurf zum Steueroasen-Abwehrgesetz vorgestellt.
Wie der Spiegel berichtet, sollen Personen und Unternehmen künftig davon abgehalten werden, Geschäftsbeziehungen zu Staaten und Steuergebieten zu unterhalten, wenn diese sich nicht an internationale Steuerstandards halten.
„Die Steuerverwaltung soll mit gezielten steuerlichen Abwehrmaßnahmen gegen Personen und Unternehmen vorgehen können, die Geschäftsbeziehungen zu Staaten haben, die auf der Steueroasen-Liste der EU stehen“, wird Bundesminister Olaf Scholz zitiert.
Um das Ziel zu erreichen, werden solche Steuersparmodelle künftig erschwert: So sollen Geschäfte mit solchen Ländern künftig im geringeren Umfang in Deutschland von den Steuern abgesetzt werden können. Auch stärkere Dokumentations- und Nachweispflichten kommen auf betroffene Personen und Unternehmen zu.
Kommentar schreiben