Prominente Darstellung von „gesund.bund.de“
Die Kooperation mit Google bewirkt eine Bevorzugung und prominente Darstellung der Informationen, die über Spahns Portal „gesund.bund.de“ ausgespielt werden. Gibt man beispielsweise den Suchbegriff Grippe ein, so erscheint rechts neben den Suchergebnissen eine Wissensbox. Aktuell geschieht dies bei 160 Krankheiten und 1.000 Suchbegriffen mit Gesundheitsbezug.
Anlass für das Projekt gaben unter anderem die vielen Falschinformationen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus verbreitet wurden. Im Gesetzesentwurf heißt es, dass das Projekt die Gesundheitskompetenz der Bürger stärken soll. Im entsprechenden Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) heißt es daher, dass „gesundheits- und pflegebezogene Informationen barrierefrei in allgemein verständlicher Sprache zur Verfügung“ gestellt werden sollen.
„Gesund.bund.de“ soll eine Art digitales Wissensmagazin mit verlässlichen Informationen werden. Damit der seriöse Informationsfluss auch nachhaltig gesichert ist, sind die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen zur Mitarbeit verpflichtet. Die Kosten für das Projekt belaufen sich in diesem Jahr auf 4,5 Millionen Euro; 2022 sollen 5 Millionen Euro aus der Steuerkasse „gesund.bund.de“ zufließen.
Die Informationen werden durch einen privaten Contentlieferanten zur Verfügung gestellt. Das Portal selbst wird durch die Digitalagentur Valid betreut, die auch für Firmen wie Eon oder Siemens zuständig ist.
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