Noch bis zum 10. Januar 2021 wird Deutschland mit dem Teil-Lockdown leben müssen. Bund und Länder haben sich in einer gemeinsamen Beratung am Mittwoch auf die Verlängerung der Maßnahmen in der Coronakrise geeinigt. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel laut dem Spiegel. Aktuell sei man noch weit von den Zielwerten entfernt, die Zahl der Todesopfer ist nach wie vor sehr hoch. Deswegen haben sich die Politiker auf eine Verlängerung des Teil-Shutdowns geeinigt. Angestrebt sei ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, diese Zahl wird in einigen Gebieten Deutschland aber deutlich überschritten.
Neben den aktuellen Schließungen von Gastronomie und Kultureinrichtungen stellt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sogar noch härtere Maßnahmen in Aussicht. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können – oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“, so seine Überlegungen.
Neben der Verlängerung des Teil-Lockdowns bis in den Januar hinein, waren bei den Gesprächen am Mittwoch auch die Novemberhilfen ein Thema. Diese stehen bei einigen Länderchefs stark in der Kritik, da viele Firmen noch immer auf Zahlungen warten bzw. die vorgesehenen Gelder zu gering ausfallen würden. Laut Merkel solle es hier Nachbesserungen und gegebenenfalls höhere Abschlagszahlungen geben. Ähnliche Forderungen kamen bereits von den Wirtschaftsministern der Ländern, die sich für höhere Abschlagszahlungen einsetzen. Der Rahmen solle ihrem Vorschlag zufolge von 10.000 Euro auf 500.000 Euro angehoben werden, wie es beim Spiegel weiter heißt.
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