1. Wettbewerbsrecht (UWG): Was steckt dahinter?
2. Faire Wettbewerbsbedingungen durch moderate Mittel
3. Politik hat Abmahnmissbrauch als Problem erkannt
4. Gesetzesentwurf für ein besseres Wettbewerbsgesetz (BUWG)
5. So könnte ein faires Wettbewerbsrecht aussehen
6. Umweltschutz auch bei Abmahnungen: E-Mail statt Papierflut
7. 14-Tage-Frist für Reaktion auf Unterlassungserklärung
8. Überarbeitung der Rechtsmissbrauchklausel
9. Verjährung einer Unterlassungserklärung
10. Klausel des fliegenden Gerichtsstandes überarbeiten
11. Warum kann es keinen Wettbewerb ganz ohne Abmahnungen geben?
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (abgekürzt UWG) bietet die Grundlage dafür, dass der Online-Handel so stark von Abmahnungen heimgesucht wird. Das UWG ist quasi die Lizenz zum Töt… äh Abmahnen, wobei sie in einigen Fällen tatsächlich den Tod eines Unternehmens bedeuten könnte, denn Abmahnungen können die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens derart in Gefahr bringen, dass der Online-Handel in einigen Fällen quasi als Mittel zum Zweck, sprich zur Bezahlung der Anwaltsrechnungen, dient.
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Schon 2 x konnte mein Anwalt die Abmahnung abschmettern. Ja gut, aber den Anwalt muss ich ja trotzdem bezahlen. Und das ist auch richtig.
Bei meinem Minieinkommen fällt das arg ins Gerwicht.
Ich hatte mal etwas gehört, das die Zahlungen der Abgemahnten als gemeinnützig verwendet werden sollten. Das wäre das Beste. Dann hört das endlich auf.
Natürlich müssen arge Fehler abgemahnt werden. Die Fehler, die abgemehnt werden sehen Kunden sowieso nicht. Den Kunden ist das auch egal - er will nur den Artikel kaufen.
So handhabe ich das auch.
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Ja, das Ganze so niedrig angesetzt, dass Anwälte, deren Geschäftsmodell nur darauf ausgelegt ist, ein tausendfach ausgelutschtes Schreiben für teuer Geld verkaufen zu wollen so uninteressant wird, dass sie darauf künftig wieder verzichten.
Natürlich sollte auch so was kosten, aber fairerweiser muss man sagen, dass nicht der Anwalt sondern die/der RENO-Gehilfe dafür zuständig sind, das zu erstellen, zur Unterschrift vorzulegen und zu verschicken.
Bezahlen sollen wir aber die "Arbeit" des Anwalts. Ja, ne, is klar.
Eine RENO-Fachkraft verdient durchschnittlic h 2.500 EUR Brutto. Selbst wenn er ne Stunde damit beschäftigt ist bei nem Stundenlohn von großzügig 15 EUR (netto) aufgerundet rechnen wir mal 500% Gewinn drauf, so sind wir immer noch bei 60 EUR. Das wäre "fair enough" und ich liege 10 EUR über dem, was die Regierung seinerzeit für die erste Abmahnung als Deckelung vorgeschlagen hatte.
Das Ganze würde dann auch "Umweltschutz auch bei Abmahnungen: E-Mail statt Papierflut" nicht zur Diskussion bringen, da das nicht mehr eintreten dürfte.
Andernfalls sollte man mal darüber nachdenken, ob Anwälte nicht auch verpflichtet werden sollten, sich bei einem dualen System in einer Sondergruppe anmelden zu müssen, deren Papier- und Versandumschläg emengen richtig teuer berechnet werden müssen, damit sie mal am eigenen Leib die Abzocke spüren, mit der sie den Händlern jahrelang schon auf den S*** gehen und schamlos in deren Geldbeutel greifen.
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Solange keine Verhältnismäßig keit bei "Streitwerten" gilt gibt es eine mafiöse Willkür. Landgerichte müssen Bagatellen verhandeln. Genau darum sind die angeblich überlastet. Das IDO oder "Verein für "Sozialen Wettbewerb" gut sind für Markt - wer glaubt das? Wenn Die was für fairen Handel täten, wäre jede Woche von Klagen gegen Amazons Willkür von diesen Konsorten nachzulesen.
Was unternimmt der Bund gegen die Willkür des Weltmarktführer s. Das würde dem Händlerbund reichlich Werbung und Kunden bringen.
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Antwort der Redaktion
Lieber Herr Bär,
vielen Dank für Ihr Feedback. Den fliegenden Gerichtsstand bei Abmahnungen oder überzogene Streitwerte für KMU sieht der Händlerbund sehr kritisch. Auch im Hinblick auf die Marktmacht von Marktplätzen wollen wir eine unfaire Behandlung von Dritthändlern nicht hinnehmen und vertreten gegenüber politischen Entscheidungstr ägern diesen Standpunkt aktiv, wie Sie z.B, hier nachlesen können: haendlerbund.de/.../...
Wir suchen in Problemfällen grundsätzlich den Kontakt und analysieren entsprechende Erfahrungsberic hte von Händlern. Bitte berichten Sie uns davon, sollte es zu konkreten Vorfällen gekommen sein. Wir sammeln diese Informationen und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter. So können wir mit Ihrer Unterstützung die Lösung in Angriff nehmen.
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Eine Geldbuße für Verstöße im Rahmen ist OK, alles andere ist Geldmacherei.
Aaaber die findigen Rechtsanwälte, die sich auf das Abmahnen konzentriert haben, werden auch dann wieder ein Schlupfloch finden.
Das Überwachen müsste und sollte dem Staat gehören. So könnte man auch Arbeitsplätze schaffen.
Und wenn ein Anwalt oder ein Verein einen verstoß gesehen hat, so kann er diesen Online an die Behörde melden.
Das sollte reichen!
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