Herrscht in Deutschland eine Wegwerfmentalität im Online-Handel?
„In Teilen des Onlinehandels grassiert derzeit eine regelrechte Wegwerfmentalität”, lässt sich die Umweltministerin zitieren. Daher müsse die Vernichtung von Waren untersagt werden. Fakt ist: Retouren stellen in der Tat eine Herausforderung dar. Forscher der Uni Bamberg benennen die Anzahl der retournierten Artikel für das Jahr 2018 mit 490 Millionen. Eine riesige Zahl, die die Umwelt belastet und für Online-Händler finanzielle, zeitliche und bürokratische Probleme bedeutet.
Von einer Wegwerfmentalität will die Branche aber nicht sprechen. „Die Händlerbund-Logistikstudie zeigt, dass 64 Prozent der befragten Händler noch nie Waren vernichtet haben,” sagt der Bundesvorsitzende des Händlerbund e.V. Andreas Arlt. „Die übrigen Händler entsorgen gelegentlich geringe Mengen.” Auch die Uni Bamberg kommt zu einem ähnlichen Fazit. Von 490 Millionen Rücksendungen wurden 2018 ganze 470 Millionen wiederverwendet. 12,5 Millionen entsorgten Produkte waren entweder technisch nicht mehr aufbereitbar oder die Markeninhaber gaben die Vernichtung vor. Nur knapp 7,5 Millionen Artikel wurden vernichtet, obwohl sie theoretisch noch wiederverwertbar gewesen wären. Also nur 1,5 Prozent aller Retouren. Bei solch einem geringen Prozentsatz sehe der Händlerbund keine Wegwerfmentalität bei kleinen oder mittelständischen Online-Händlern.
Eine Lösung könnte laut dem Händlerbund sein, dass Sachspenden von B-Ware so gestaltet werden, dass Händler keine Umsatzsteuer mehr zahlen müssen. Einheitliche Größenvorgaben für Hersteller oder technische Innovationen im KI-Bereich könnten ebenfalls Abhilfe schaffen.
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vielen Dank für deine Nachricht. Wir sehen das ganz genauso: Unserer Erfahrung nach herrscht bei den kleinen und mittelständisch en Händlern keine Wegwerfmentalit ät; sie schonen Ressourcen, wo es ihnen möglich ist. Es sind also vor allem die Kunden gefragt!
In unserer Pressemitteilun g haben auch noch einmal auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Du kannst sie hier nachlesen: haendlerbund.de/.../...
Beste Grüße,
der Händlerbund
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Schritte in die richtige Richtung wären:
1. endlich, dass so oft angesprochene Verbot von kostenlosen Retouren durchzusetzen, solange kein Mangel am Produkt vorliegt. Damit kann man schon im ersten Schritt einen Großteil der Spaßkäufe und Retouren vermeiden.
2. Zentrale Anlaufstellen für Händler zu bilden wo die bislang kostenpflichtig entsorgten Retouren kostenlos abgegeben werden können, um von dort aus an ärmere Länder oder bedürftige Menschen weitergegeben werden.
Fazit: Mehr Anreize statt mehr Gesetze. Es muss sich lohnen die Umwelt zu schützen, dann kann was draus werden!
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Um hier aber mit den Größten ein einigermaßen faires miteinander zu erreichen,wäre ich dafür nicht nur den Rückversand kostenlos abzuschaffen, sondern generell den Versand, ob hin oder zurück.
Das es natürlich dann zu weniger Verkäufen kommt würde sich mit dem Aufwand, der Logistik usw. von alleine regeln.
Man kann Kunden auch erziehen!
Auf jeden Fall hätten auch kleine Händler faire Chancen beim handeln.
Wir haben allerdings wegen unseres Sortiments selten Rücksendungen, deshalb stellt sich das Problem so nicht.
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Statt sich einmal der Verbraucher anzunehmen, die hemmungslos mehrere Artikel zur "Auswahl" oder Größe bestellen, Ware benutzen und falsch behandeln und dann zurücksenden, wird der "böse Onlinehändler" wieder an die Wand gestellt.
Die Mentalität und Einstellung mancher Verbraucher ist leider:
- Retouren kosten mich ja nichts - soll der Händler bezahlen
- benutzte Ware? Soll der Händler bezahlen
- beschädigte Ware? Soll der Händler bezahlen!
- Hin- und Hersenden? Soll der Händler bezahlen!
Und macht er das nicht, wird mit Bewertungen oder Anwalt gedroht.
Wir hatten da mal ein ganz krasses Beispiel, die uns wörtlich per mail mitgeteilt hat: "wenn Sie zu blöd sind, etwas Gescheites zu lernen, müssen Sie mir halt die Schuhe lecken..." - genau diese Einstellung setzt sich aber immer mehr durch, da Amazon und die großen Versender kostenlose Retouren anbieten und die Verbraucher damit ködern wollen, was völliger Blödsinn ist.
Wenn ein Unternehmen schon in der TV-Werbung mit "kostenloser Hin- + Rückversand" wirbt, frage ich mich tatsächlich auch, was da für Volltrottel unterwegs sind! Wie kann ich mit einer "kostenlosen Retoure" Werbung machen? Ist der Kollege der Auffassung, seine Ware taugt nichts und wird sowieso zurück geschickt? Bei solchen Händlern würde ich daher lieber nichts bestellen...
Das Einzige was helfen wird, ist die Überarbeitung des Widerrufsrechte s - hier mit vollständiger Kostenübernahme der Käufer bei Rücksendung und/oder Beschädigung der Ware.
Und dies ohne das Unterlaufen großer Versender, die dies mit irgendwelchen Gutscheinen, oder Rabatten ausgleichen wollen.
Das bedeutet - der Käufer zahlt für seine Eskapaden und macht sich dann endlich einmal Gedanken über sein handeln.
Solange aber der Falsche an die Wand gestellt wird, wird sich NICHTS ändern.
Meiner Auffassung nach, ist auch der Händlerbund gefordert, hier die Händler einmal tatsächlich zu vertreten und bei der Politik entsprechende Schritte einzufordern.
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Naja unsere Politiker haben sich ja noch nie dadurch ausgezeichnet nah am echten Leben zu sein.
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Aber aus unserer Sicht benötigt vielleicht nicht nur der Handel eine Obhutspflicht, sondern auch der Kunde.
Fakt ist, hat der Kunde was er will uund braucht den Rest nicht mehr, dann kommt zu einem geringen Teil eine Rücksendung, da graust es einer S..
Die Artikel sind einfach unverkäuflich und können nur entsorgt werden.
Der Kunde erhält keine Gutschrift (wir zwar eine schlechte Bewertung) und die Ware wird entsorgt, da wird auch eine stattliche Verordnung nichts daran ändern.
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