Die bayerische Landesregierung hatte im August mit einem Entschließungsantrag zur Einführung einer Haftung der Betreiber von E-Commerce-Plattformen für Aufsehen gesorgt (wir berichteten). Damit wollte Bayern die Bundesregierung dazu auffordern, Plattformen für die Produkte, die über sie verkauft werden, haftbar zu machen. Denn viele Artikel, die von außerhalb der Europäischen Union in den Binnenmarkt gesendet werden, verstoßen gegen Standards des Verbraucher-, Gesundheits- und Umweltschutzes.
Auch wenn sich der damals vorgeschlagene Text ganz allgemein auf Produkte aus EU-Drittstaaten bezieht, war doch klar, wer gemeint ist. Denn besonders Warensendungen aus China stellen „die Marktüberwachung vor erhebliche Probleme”, wie es heißt. Händler beschweren sich immer wieder über die Verstöße der asiatischen Konkurrenz auf Plattformen wie Amazon oder Ebay. Doch über chinesische Plattformen wie Wish, Shein oder AliExpress werden Produkte in die EU verkauft, die klar gegen Unionsrecht verstoßen.
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Das wird dann so aussehen, daß alle ordentlich arbeitenden europäischen Händler mit Regularien und hohen Bussen überschüttet werden, während die freundlichen chinesischen Kollegen eine haftungsbeschrä nkte Fake-Firma in einem der korrupteren EU-Staaten gründen und sich weiterhin einen Sch... um europäisches Recht scheren.
Das wird sicher wieder ein großer Wurf, den wir da aus Brüssel erwarten dürfen.
Bei den Abmahnspezialis ten knallen die Champagnerkorke n sicher schon im Stakkato.
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Die Händler brauchen **JETZT** eine Lösung - nicht in 2021 - und auch nicht erst 2025.
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