Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass ab Samstag, den 14. September 2019, die erste technische Umsetzung der PSD2-Richtlinie stattfindet. In einer aktuellen Studie zeichnet sich jedoch ein anderes Bild: 28 Prozent der Online-Händler wissen gar nicht, dass die Änderungen passieren werden, mindestens 32 Prozent der Händler sind noch nicht tätig geworden. Die neuen Regeln betreffen natürlich aber nicht nur Online-Händler, sondern auch Verbraucher, Banken und Finanz- und Zahlungsdienstleister. Die wichtigsten Änderungen finden Sie in unserer Übersicht.
Was ist die PSD2-Richtlinie?
Die Payment Services Directive 2 (PSD2; deutsch: Zahlungsdiensterichtlinie 2) wurde von der Europäischen Union beschlossen, um in Europa sicheren und innovativen Online-Zahlungsverkehr zu fördern. Einerseits wird Drittanbietern von Finanzdienstleistungen, die keine Banken sind, der Finanzmarkt geöffnet, andererseits werden stärkere Sicherheitsstandards eingeführt.
Begleitet wurde die PSD2-Richtlinie von einer Verordnung über technische Standards, die die Mitgliedstaaten einheitlich in nationales Recht umsetzen müssen. Die ursprüngliche Deadline läuft nun zum 14. September aus.
Was ist die Starke Kundenauthentifizierung (SCA)?
Starke Kundenauthentifizierung ist ein Überbegriff für stärkere Sicherheitsmaßnahmen bei Online-Zahlungen. Bei Online-Überweisungen ist schon längst eine Zwei-Faktor-Authentifizierung notwendig. Das heißt, dass nicht bloß die einfache Eingabe eines Passworts zur Verifizierung ausreicht. Diese Regelung wird auch im Online-Handel verpflichtend, besonders die Kreditkartenzahlung wird davon betroffen sein. Künftig werden einmalig generierte TANs oder eine Authentifizierung durch Gesichtsscan oder Fingerabdruck zusätzlich zum Passwort notwendig sein.
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