Die Banken und E-Payment-Dienstleister wussten doch, was sie bis September erwartet. Schon am 13. Januar 2018 wurde die Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 (Payment Services Directive 2) in deutsches Recht umgesetzt. Und schon da war klar: Am 14. September 2019 greift die Verpflichtung zu starker Kundenauthentifizierung (SCA). Jetzt befinden wir uns fünf Wochen von der Frist entfernt und es scheint, als hätte sich nichts getan. Das Problem ist dabei keinesfalls auf Deutschland beschränkt. In der ganzen EU können Zahlungsdienste die Frist nicht einhalten.
Schon im April 2018 war abzusehen, dass die kommende Verpflichtung zu SCA für tiefgreifende Änderungen im Payment-Sektor sorgen würde. Trotzdem stehen wir nun vor einer unübersichtlichen Situation: 1) Die Umsetzungsfrist läuft in fünf Wochen ab, 2) die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine nicht weiter definierte Fristverlängerung angeboten, welche 3) von einigen Staaten genutzt wurde, um die nationale Umsetzung individuell nach hinten zu verschieben, wie die FAZ berichtet.
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