Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Illegale Klauseln für Händler: Millionenstrafe für Hello-Kitty-Hersteller

Veröffentlicht: 10.07.2019
imgAktualisierung: 10.07.2019
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
10.07.2019
img 10.07.2019
ca. 2 Min.
Hello Kitty auf einem Smartphone
© rafapress / Shutterstock.com
Der Hersteller der Comic-Katze Hello Kitty hat seinen Händlern illegale Klauseln aufgezwungen und wurde deshalb nun zu einer Millionenstrafe verdonnert.


Die Comic-Katze „Hello Kitty“ ist rund um die Welt bekannt und in einer quasi unendlichen Vielfalt verschiedener Produkte und Designs verfügbar: als knuddelige Plüsch- oder Spielfiguren, als dekorative Wohn-Accessoires wie Duschvorhänge, Fußabtreter oder Bettwäsche, als lustige Kleidungsstücke oder Schuhe. Selbst Backbücher oder Getränke gibt es in rosafarbener Hello-Kitty-Manier.

Dieser Tage allerdings steht Sanrio – der japanische Hersteller hinter der Comic-Katze – nicht wegen weltweiter Erfolge, sondern wegen illegaler Geschäftspraktiken im Fokus: Das Unternehmen soll seinen Lizenznehmern über Jahre hinweg illegale Klauseln aufgezwungen haben.

EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Sanrio

Konkret geht es darum, dass Sanrio seinen Lizenznehmern über einen Zeitraum von zehn Jahren – nämlich von 2008 bis 2018 – den grenzüberschreitenden Verkauf von Hello-Kitty-Produkten im Europäischen Wirtschaftsraum verboten hatte. Diese Praxis erklärte die EU-Kommission nun allerdings als rechtswidrig: Die Klauseln in den entsprechenden Verträgen seien rechtswidrig.

Aus diesem Grund wurde Sanrio nun eine Strafe in Höhe von 6,2 Millionen Euro auferlegt. „Mit dem heutigen Beschluss wird bestätigt, dass Händler, die lizenzierte Produkte verkaufen, nicht daran gehindert werden können, Produkte in einem anderen Land zu verkaufen“, zitiert Spiegel Online die Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union, Margrethe Vestager.

Laut Vestager sei es eben eines der wichtigsten Vorteile des europäischen Binnenmarkts, dass hier die Möglichkeit bestünde, „in ganz Europa nach den besten Angeboten zu suchen“. Der Hello-Kitty-Hersteller Sanrio hatte im Rahmen des Verfahrens mit der EU-Kommission kooperiert und die eigenen Verstöße als solche anerkannt. Aus diesem Grund wurde die Strafe der Kommission deutlich, das heißt um 40 Prozent, nach unten korrigiert.

Veröffentlicht: 10.07.2019
img Letzte Aktualisierung: 10.07.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
1 Kommentare
Kommentar schreiben

T.Dedekind
13.07.2019

Antworten

Hallo, laut Sanrio handelt es sich nicht um eine Katze! Oder liege ich da falsch?