Steuersatz höher als angekündigt
Die großen Konzerne um Google, Facebook und Co. zahlen aktuell durchschnittlich 0,8 Prozent ihres Umsatzes an Körperschaftssteuer an das österreichische Finanzministerium, jedoch keine Steuern auf ihre Werbeeinnahmen. „Das ist zu wenig, um von fairen Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft zu sprechen“, betont der Finanzminister. Die österreichische Regierung hat deswegen ab 2020 eine Steuer von fünf Prozent auf die Online-Erlöse großer Unternehmen festgesetzt, die einen weltweiten Jahresumsatz von 750 Millionen Euro erwirtschaften. Der Steuersatz liegt über den bisher angekündigten drei Prozent.
Auch sollen Lieferungen aus Drittstaaten künftig nicht mehr von der Umsatzsteuer befreit werden. Diese wird künftig bereits ab dem ersten Cent fällig und nicht mehr, wie bisher, ab einem Warenwert von 22 Euro. Damit soll verhindert werden, dass Pakete aus China mit „teilweise manipulierter Deklaration steuerfrei in diesem Bereich eingeführt werden können“, so Hartwig Löger. Zu guter Letzt wurde von den österreichischen Behörden die Meldeverpflichtung für Vermittlungsplattform wie Airbnb verschärft. Ab 2020 müssen die Webseiten alle Umsätze und Buchungen den Behörden übermitteln.
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