Resolution in der Huawei-Debatte
Auch in Sachen Huawei-Debatte ist das Parlament gestern einen Schritt vorangekommen: Laut der Pressemitteilung des EU-Parlaments sehen die Abgeordneten in vernetzten Geräten aus Drittländern ein Sicherheitsrisiko. Gesetze in den Herkunftsländern verpflichten Unternehmen aus Gründen der Staatssicherheit mit dem Staat zusammenzuarbeiten, wobei der Begriff Staatssicherheit oft sehr weit gefasst wird. Die Abgeordneten fordern nun in einer Resolution, Leitlinien zum Umgang mit Netzgeräten aus Drittländern auszustellen: Ausgangspunkt hierbei ist der Ausbau des 5G-Netzes, bei dem auf Geräte des chinesischen Herstellers Huawei zurückgegriffen werden soll.
Kritiker sehen hier ein Sicherheitsrisiko, da so das Unternehmen, und letzten Endes die chinesische Regierung, an Daten aus dem europäischen Kommunikationsnetz kommen könnte. In der Resolution werden mehrere Vorschläge für den Umgang mit solchen Geräten gemacht: Mehr Diversität bei der Ausrüstung mit Geräten unterschiedlichster Hersteller, die Einführung mehrstufiger Beschaffungsverfahren oder die Entwicklung einer Strategie, die darauf ausgerichtet ist, die Abhängigkeit der EU von ausländischer Technologie im Bereich der Cybersicherheit zu verringern, sollen mehr Sicherheit bringten.
Kommentar schreiben