Uploadfilter – Zensur oder Schutz?
Unter dem Hashtag „Artikel13” haben gestern zahlreiche Twitter-Nutzer hitzig über Artikel 13 des Entwurfes diskutiert: Der Entwurf sieht vor, dass Plattformen, wie etwa YouTube und Facebook, auf denen täglich tausende Bilder, Texte oder Musikstücke geteilt werden, stärker zur Verantwortung gezogen werden: Bei den Werken handelt es sich nicht selten um urheberrechtlich geschützte Werke, die eigentlich gar nicht auf diese Art und Weise verbreitet werden dürfen.
Die Plattformen sollen laut Artikel 13 nun alles technisch mögliche unternehmen, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Kritiker befürchten an dieser Stelle die Einführung von sogenannten Uploadfiltern. Dabei handelt es sich um Programme, die bereits beim Hochladen erkennen, ob eine Datei Urheberrechte verletzen könnte. Das klingt erst einmal nicht schlecht, hat jedoch einen Haken: Computerprogramme sind nicht dazu in der Lage, Satire oder Sarkasmus zu erkennen. Die Parodie eines Werkes verstößt unter Umständen gar nicht gegen das Urheberrecht – der Uploadfilter wird dies aber nicht erkennen.
Außerdem befürchten Kritiker, dass Plattformen aufgrund der weitreichenden Haftung hochgeladene Werke im Zweifel eher Löschen werden. Es werden schwerwiegende Eingriffe in die Meinungs- und Kunstfreiheit befürchtet. Wikipedia-Gründer, Jimmy Wales und Tim Berners-Lee, Mitbegründer des World Wide Webs sprechen in einem offenen Brief an die EU-Kommission von einer „automatisierten Überwachung und Kontrolle”, kurz gesagt: Zensur. Neben dem Chaos Computer Club, schloss sich unter anderem auch der Verbraucherzentrale Bundesverband dem offenen Brief an.
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Mit welchem Recht entscheiden fachfremde Eurokraten pber die Zukunft von Menschen, Ländern, Wissenschaft und Technik?
EU Abschaffen und Demokratie einführen!
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"Aber nein wir haben ja eine Demokratie wir müssen nicht auf das Volk hören!"
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...und ist ein einziges Tollhaus für die "Schützer" geworden, die uns so lange vor allem schützen, bis nichts mehr bleibt.
Völlig bekloppt alles.
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In 2 Jahren kann ich dann schreiben
Welcome to Nordkorea
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