Halb krank, halb im Büro – kommt die Teilzeit-Krankschreibung?

Veröffentlicht: 07.04.2026
imgAktualisierung: 07.04.2026
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
07.04.2026
img 07.04.2026
ca. 1 Min.
Taschentuchbox und zerknülltes Taschentuch neben Tee mit Zitrone auf Schreibtisch, Laptop und Notizen im Hintergrund
Erstellt mit KI
Krankschreibung auf 25, 50 oder 75 Prozent – eine Regierungskommission will das Entweder-Oder abschaffen. Gut gemeint, aber mit Risiko.


Aktuell gilt: Ganz oder gar nicht. Wer sich krank fühlt, muss entscheiden, ob es noch für die Arbeit reicht – oder ob es auf eine Krankschreibung hinausläuft. Die Regierungskommission für Einsparungen im Gesundheitswesen empfiehlt daher eine „stufenweise Arbeitsunfähigkeit".

100, 75, 50 oder 25 Prozent?

Die Idee: Man soll sich zu 100, 75, 50 oder 25 Prozent krankschreiben lassen können. Das solle auch die Rückkehr zur Arbeit erleichtern. „Gleichzeitig kann eine frühere und stabilere Rückkehr in den Arbeitsprozess langfristig auch zur Stabilisierung der solidarisch finanzierten Krankengeldausgaben beitragen", heißt es laut Onvista/dpa. In der Praxis müsste die Einschätzung bei Änderung des Gesundheitszustands fortlaufend angepasst werden.

Druck von Arbeitgeber:innen befürchtet

Ganz neu sind solche Ideen nicht – ähnliche Modelle gibt es in Skandinavien. „Gerade bei chronischen Erkrankungen oder längeren Genesungsprozessen besteht häufig eine teilweise, aber nicht vollständige Arbeitsfähigkeit, sodass Versicherte mit reduziertem Stellenanteil weiterarbeiten können", wird als positiver Effekt hervorgehoben. Die Kehrseite: Unternehmen könnten Druck erzeugen, trotz Erkrankung zumindest teilweise zu arbeiten – was Verschleppungen und Chronifizierungen begünstigen könne. Laut Kommission würden die positiven Aspekte jedoch überwiegen.

Veröffentlicht: 07.04.2026
img Letzte Aktualisierung: 07.04.2026
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
1 Kommentare
Kommentar schreiben

Swen
09.04.2026

Antworten

Gute Sache & Schwierige Sache Das Problem ist "wo die Grenze ziehen". Generell ist das eine gute Sache, z.B. mit einem gebrochenen Bein/Knöchel könnten viele z.B.vom Homeoffice sogar 100% arbeiten. In meiner alten Firma sind viele auf eigenen Wunsch wieder auf Krücken in die Firma gekommen ... aber selbst da ist das Problem: "Bruch ist nicht gleich Bruch". Wie im Beitrag bereits geschrieben wurde kann hier dann auch der Druck vom Arbeitgeber dafür sorgen das viele 25%/50% arbeiten obwohl Sie lieber 100% Zuhause bleiben würden ... Das Beste wäre wenn der behandelnde Arzt das in Rücksprache mit dem Patienten festlegen kann. Wenn der Patient sagt, "Nö" dann ist das es so, wenn der Patient sagt "Ja", dann bestimmt der Arzt wieviel Prozent möglich sind ..... meine Meinung ;-)