Arbeitsunfall: Herztod durch Stress

Veröffentlicht: 09.02.2026
imgAktualisierung: 09.02.2026
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
09.02.2026
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Leuchtender Herzfrequenzmonitor zeigt anfangs Ausschläge, dann eine durchgehende Linie auf dunklem Rasterhintergrund.
axstokes / Depositphotos.com
Nach dem plötzlichen Herztod eines Sicherheitsmitarbeiters erkennt das Sozialgericht Dortmund den Vorfall als Arbeitsunfall an.


Die Witwe eines Sicherheitsmitarbeiters erhält Hinterbliebenenrente, nachdem ihr Mann während eines Einsatzes an einem plötzlichen Herztod verstarb. Der 52-Jährige griff in einer Flüchtlingsunterkunft ein, als ein Streit zwischen einem Bewohner und einem Arzt eskalierte. Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Mann in den Schwitzkasten genommen wurde. Kurz darauf erlitt er einen Herztod.  

Gericht erkennt Stress als Ursache an  

Die Unfallversicherung verweigerte zunächst die Zahlung der Rente mit Verweis auf eine Vorerkrankung des Herzens. Doch das Sozialgericht Dortmund entschied laut Haufe anders: Laut einem Gutachten war die Stresssituation wesentlich für den Tod des Mannes verantwortlich. Auch die Schwitzkasten-Attacke habe zur Verschärfung der Lage beigetragen. Die Vorerkrankung spielte hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Damit erfüllt der Vorfall die Kriterien eines Arbeitsunfalls, so das Gericht.  

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Veröffentlicht: 09.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 09.02.2026
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Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

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