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243 Krankheitstage in drei Jahren: Amazon-Mitarbeiter klagt gegen Kündigung

Veröffentlicht: 16.04.2025
imgAktualisierung: 16.04.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
16.04.2025
img 16.04.2025
ca. 2 Min.
Amazon-Logo auf Gebäude
jetcityimage2 / Depositphotos.com
Darf Amazon einen langjährigen Mitarbeiter wegen zahlreicher Krankentage kündigen? Damit muss sich jetzt ein Gericht auseinandersetzen.


Krankheitstage gehören zu jedem Angestelltenverhältnis dazu. Weil ein Amazon-Mitarbeiter allerdings zu viele davon in nur kurzer Zeit ansammelte, wurde er von seinem Arbeitgeber gekündigt. Nun landet der Fall vor dem Arbeitsgericht Lüneburg.

Fußverletzung führt zu monatelangen Ausfall

Der 36-Jährige war seit 2019 in Amazons Logistikzentrum in Winsen angestellt, eine Fußverletzung zwang ihn aber immer wieder zu Krankheitstagen, und die fielen üppig aus: 60 Krankentage im Jahr 2022, 55 in 2023, 128 Tage im vergangenen Jahr und 30 Tage im laufenden. Ärgerlich für den Arbeitgeber: Da der Angestellte immer wieder für weniger als sechs Wochen krankgeschrieben war, kam die Krankenkasse nicht für die Lohnfortzahlung auf, sondern Amazon musste dem Mann alle Krankheitstage bezahlen.

Laut der Anwältin des Klägers sei die Fußverletzung nie richtig verheilt, weil dieser während der Arbeit mehr als 12 Kilometer Strecke zurücklegen muss. Amazon wies diesen Vorwurf zurück und betonte laut der Landeszeitung, dass Roboter im Logistikzentrum Winsen die meisten Wege übernehmen würden und Waren den Beschäftigten zum Einpacken an ihre Arbeitsplätze bringen.

Amazon soll 28.000 Euro Abfindung zahlen

Der Versandriese hatte dem Ex-Angestellten eine Abfindung in Höhe von 10.000 Euro angeboten. Diese Höhe sah der 36-Jährige, mit einem Monatsverdienst von rund 3.000 Euro allerdings als nicht gerechtfertigt an und verlangte 28.000 Euro von seinem ehemaligen Arbeitgeber. Bei dem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Lüneburg konnten sich beide Parteien auf keinen Mittelweg einigen, deswegen soll der Fall im August nun in einer Gerichtsverhandlung geklärt werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 16.04.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
2 Kommentare
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K.I
17.04.2025

Antworten

Meinung: Amazon und Gütetermin schließen sich aus. Amazon, Trump, Musk, Zuckerberg und Co. alles ein unfairer und korrupter Brei. Hoffentlich fliegen die alle zusammen zum Mars und kommen nicht zurück, sagte schon vor einigen Wochen ein Gast in einer Diskussionsrunde! Es gab tosenden Applaus.
DA
22.04.2025
Bei deutschen Unternehmen ist das nicht anders, da wird akribisch daran gearbeitet, dem Mitarbeitenden kurz vor der Kündigung noch Fehlverhalten zu unterstellen - nötigenfalls wird konstruiert. Das betrifft z. B. auch den Rosa Riesen, habe ich selbst erlebt und die Seilschaften bei den Gerichten sind immens gut ausgebaut.