Was heißt das für Händler?
Wer nun hofft, dass damit auch das Abmahnrisiko für Online-Händler sinkt, irrt leider. Denn auch wenn Plattformen wie Etsy nicht sofort zur Rechenschaft gezogen werden können, heißt das nicht, dass Händler damit aus dem Schneider sind. Im Gegenteil: Wer auf einer Plattform verkauft, trägt weiterhin selbst die Verantwortung, dass rechtliche Pflichtangaben stimmen – etwa zum Impressum, zur Anbieterkennzeichnung oder zur Widerrufsbelehrung.
Fehlen diese Angaben oder sind sie unvollständig, kann weiterhin eine direkte Abmahnung drohen – unabhängig davon, ob die Plattform parallel für die fehlende Unterstützung zur Verantwortung gezogen wird. Das Risiko tragen also die Händler weiterhin selbst, auch wenn sie technisch oder gestalterisch gar nicht alles beeinflussen können, was auf der Plattform sichtbar ist.
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