Pünktlich zum 1. Advent veröffentlicht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihren Kerzencheck 2025 – und sendet damit ein deutliches Signal an Handel und Kundschaft.
Drei Viertel der untersuchten Advents-, Stab- und Teelichter wurden ohne jede Angabe zu Rohstoffen wie Paraffin, Palmöl oder tierischen beziehungsweise pflanzlichen Fetten verkauft. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt damit oft unklar, ob Kerzen auf fossilem Paraffin basieren oder ob palmölhaltige Wachse möglicherweise zur Regenwaldvernichtung beitragen. Auch vermeintliche Nachhaltigkeitssiegel entpuppten sich häufig als Eigenlogos ohne unabhängige Standards oder Kontrollen. Gerade zum Start der Adventszeit, wenn Millionen Kerzen gekauft werden, sieht die DUH hier dringenden Handlungsbedarf.
Bei Testbesuchen in 40 Filialen von Oktober bis November zeigte sich ein klares Bild: Nanu Nana, Edeka und Bauhaus sind die Schlusslichter der Transparenz. Am besten schnitten Alnatura und Denns ab, die Inhaltsstoffe und Mengenanteile vergleichsweise klar ausweisen.
Die Organisation fordert die Bundesregierung daher auf, eine verpflichtende und gut sichtbare Kennzeichnung aller verwendeten Rohstoffe einzuführen und die EU-Entwaldungsverordnung auf palmölhaltige Kerzen auszuweiten. „Wer jedes Jahr Millionen Kerzen verkauft, muss klar sagen, was darin steckt, woher die Rohstoffe kommen und ob dafür Regenwald gerodet oder fossiles Erdöl verbrannt wird“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.
Für Online-Händler ist der Bericht ebenfalls ein deutlicher Appell: echte Transparenz schaffen, Schein-Siegel vermeiden und Produkte klar kennzeichnen – damit die Adventszeit nicht mit einer Abmahnung endet.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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