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GPSR-Verstoß? Diese Fehler können für eine Abmahnung sorgen

Veröffentlicht: 20.12.2024
imgAktualisierung: 20.12.2024
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
20.12.2024
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ca. 2 Min.
Finde den Fehler Schriftzug
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Seit dem 13.12. müssen die Vorgaben der GPSR eingehalten werden. Diese Fehler sollten dabei vermieden werden.


In unserer Reihe „Finde den Fehler“ stellen wir typische Fehler in Online-Shops vor, denn der Teufel steckt häufig im Detail.

Seit dem 13.12. gelten die neuen Vorschriften der Produktsicherheitsverordnung (GPSR). Auf Händler:innen kommen damit vor allem neue Informationspflichten zu. Gerade bei der Angabe des Herstellers und der Sicherheits- und Warnhinweise können einige Fehler gemacht werden, die eine Abmahnung zur Folge haben können. In der Verordnung ist die Rede davon, dass die Angaben gut lesbar und leicht aufzufinden sein müssen. In diesem Beispielshop sind die Angaben nicht GPSR-konform umgesetzt.

Informationen nicht auf der Angebotsseite

Sicherheits- und Warnhinweise, sowie die Herstellerangabe sollten eigentlich für die allermeisten keine Neuheit darstellen. Bisher mussten diese Informationen in der Regel allerdings nicht auf der Angebotsseite stehen, sondern auf dem Produkt oder dem Produkt beigelegt werden. Hier hat der Händler anscheinend versucht, es sich einfach zu machen und einfach auf das Informationspapier verwiesen, welches dem Produkt beigelegt wird. Das ist allerdings nicht GPSR-konform. Die Informationen müssen direkt auf der Angebotsseite vorhanden sein.

Hinweise nicht direkt verfügbar

Auch in diesem Beispiel sind die Informationen nicht direkt im Shop zu finden. Hier wurden sie hinter einem Link „versteckt“. Die Informationen sollten allerdings unmittelbar auf der Angebotsseite zu finden sein. Eine Verlinkung oder eine Datei zum Download ist nicht ausreichend. Hier ist lediglich eine PDF-Datei mit den Informationen verlinkt worden.

Die Informationen sollten auch nicht auf einem Bild abgedruckt werden, oder auf einer anderen Seite im Shop zu finden sein. Weiterhinsollten sie nicht in einem Fließtext unter einer anderen Überschrift versteckt sein.
 

Veröffentlicht: 20.12.2024
img Letzte Aktualisierung: 20.12.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
15 Kommentare
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GM
19.01.2025

Antworten

Ich kann den nachfolgenden Beiträgen nur zustimmen. Wir als Familienunternehmen wollen uns um unsere Kunden kümmern und nicht den aufgeblähten Bürowahnsinn unterstützen. Das Denken der Bürger ist doch schon längst unerwünscht, nur noch das Vordiktieren soll gestattet sein. Ist es nicht schon schlimm genug, dass immer mehr stationäre Händler schließen und man bald nur noch alles online kaufen kann? Letztendlich interessiert doch den Kunden das Produkt an sich, Inhaltsstoffe, Preis o.ä. Wir bekommen tagtäglich zu spüren, wie toll die EU angeblich ist. Schnell geht gar nichts mehr, Paketlieferungen dauern lange wenn diese durch den Zoll müssen oder bei der Bestellung die Info "in dieses Land kann nicht geliefert werden"... ein Graus ohne Ende. Vor Ort kann man unsere Produkte gar nicht kaufen, wir als Betrieb sind komplett auf den Online-Handel angewiesen. Was vor Jahren noch relativ einfach war, mit weniger Bürokratie, wird zwischenzeitlich zur täglichen Herausforderung d.h. stundenlang am PC sitzen um Ware zu bestellen. Diese Zeit würden wir sehr gern mit unserem Kunden verbringen. Es ist nicht so, dass die Kleinunternehmer, die Bauern, der Mittelstand das Einkommen zwischenzeitlich nur unter erschwerten Bedingungen erarbeiten kann? Dann immer noch höhere Steuern, mehr Bürokratie usw, da wundert´s doch keinen mehr, dass die Firmen ins Ausland abwandern oder es keine Nachfolger mehr gibt in den Familienbetrieben. Unsere Meinung: die EU bringt uns nichts außer bürokratischer Wahnsinn, ein Kontroll- und Bevormundungsstaat uvm. Schade um all das, was unsere Eltern, Großeltern... mit den Händen aufgebaut haben, mit nur wenig Bürokratie. Schön dass eine Berufsgruppe sicheres Einkommen hat... die Abmahnanwälte. Die Großbetriebe erhalten Millionen und Milliarden an Subventionen oder finanzielle Unterstützung, egal wie gut diese wirtschaften und was bekommt der Kleinunternehmer/Mittelstand? Wenn die Ausgaben nicht mehr gedeckt werden können, muss er seinen Betrieb schließen.
Peter Nein
17.01.2025

Antworten

Wir haben unseren 25 Jahren alten Betrieb, wie die EU und die BRD es wünscht nun aufgrund dieser Verordnung und aufgrund von Gängelungen der Gemeinde und des Finanzamtes und der übertriebenen Steuern geschloßen. Ggf. eröffnen wir im Ausland, doch die EU ist ein reines xxxx. Hier geht es um die Zerstörung und Bevormundung der normalen Händler, wobei sich die Globalisten den Kuchen teilen. Selbiges machen die mit unseren Bauern, damit wir dann 3 D Drucker Essen zu uns nehmen... klar.. Nein ist der kürzeste Satz.
Steffen
16.01.2025

Antworten

Wie bereits von anderen erwähnt, ist die EU ein parasitäres, aufgeblähtes Bürokratiemonster, welches ein Klientel von debilen Vollversagern beschäftigt, denen man in der freien Wirtschaft nicht einmal einen Besen zum Straße fegen in die Hand drücken würde. Schon jetzt vergeht dem Kunden die gute Laune beim Aufruf einer Shopseite und wegklickern vollkommen nutzloser und überflüssiger Kästchen. Mehrwert = Null! Und ein Konstrukt, welches den Menschen auf impertinente Weise ständig ihrer Eigenverantwortung und Selbstständigkeit im Denken beraubt und meint, es besser zu wissen wie der Mensch selbst, fördert den Weg in ein autoritäres und damit menschenverachtendes System. Und das hatten wir schon einmal.... . Deutschland sollte die EU verlassen. Der übrig bleibende Rest von dem korrupten Kutter säuft dann eh ab. Und mit EU meine ich Brüssel, und nicht Europa!
Markus
16.01.2025

Antworten

Wir sind ein Onlineshop seit mittlerweile 21 Jahren und überlegen wirklich den gut laufenden Shop mit hunderten verschiedenen Artikeln nun aufzugeben, sobald die ersten Abmahnungen eintreffen. Es ist einfach schlichtweg nicht mehr realisierbar diese ganzen Forderungen und Vorgaben im Shop, in Ebay, in Amazon und Hood überhaupt umzusetzen. Jedes Produkt ist anders, jedes Shopsystem ist anders, niemand weiß was alles für welches Produkt überhaupt notwendig ist und wir haben ohnehin kaum Personal um das Tagesgeschäft noch zu schultern... WIE soll man das also alles noch machen? Die EU verfolgt einzig und alleine das Ziel, kleine und mittelständische Unternehmen zu zerstören, damit es demnächst nur noch große Firmen und Konzerne gibt... Hoffentlich wird nun endlich alles was dort in Brüssel sich über Jahre aufgebläht und angesiedelt hat in der nächsten Zeit systematisch abgewählt... Selbst wenn wir nach rechts oder links abschmieren, ist alles noch besser als was hier aktuell abläuft!!! Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass uns Kontinente wie China, die USA und Indien maßlos abhängen werden...
Tom
16.01.2025
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Händler aus China können in diesem Land verkaufen und haben noch nicht einmal ein Impressum (KEIN Impressum !!!). Ich kann sofort Shops finden, bei denen dies genau so ist. Und wir streiten uns in Europa um "Was steht wo und wie setze ich es um". Aber WIR sind greifbar, China nicht. So sieht es aus.
Jung
16.01.2025

Antworten

Die EU ist ein sich selbst fütternder Moloch geworden, der in alle Gebiete des Lebens hineinregieren will. Eine Reform ist wohl nicht mehr möglich. Da hilft nur der Dexit, der Austritt aus der EU.
Andy
16.01.2025

Antworten

Einfach nur noch Irrsinn diese Regulierungswut. Ich denke, wir kleine Unternehmen sollen zerstört werden. Für uns ist ein deutlich sichtbarer PDF-Link die Lösung und das ändern wir auch nicht. Bekomme ich eine Abmahnung, ist Schluss mit Firma. Wir hangeln uns seit 1-2 Jahren extrem mühsam von Monat zu Monat. So schlimm wie aktuell habe ich es seit 1989 noch nicht erlebt. Viel Glück euch allen!
Neo
08.01.2025

Antworten

Hilft einzig allein nur wieder den professionellen Abmahnanwälten die von Abmahngeldern gut leben, sonst überhaupt niemanden, schon gar nicht dem Verbraucher. Ich verstehe nicht wieso die Europäer so hart an der eigenen Deindustrialisierung arbeiten. Ich überlege ernsthaft ob ich noch Lust auf das ganze habe oder nicht lieber mit meiner Firma die EU verlasse..
Hubert
08.01.2025

Antworten

Ich bin der Meinung, dass im Falle der Verlinkung der Informationen zur Produktsicherheit kein Fehler gemacht wurde und die Informationen rechtskonform präsentiert werden. " In der Verordnung ist die Rede davon, dass die Angaben gut lesbar und leicht aufzufinden sein müssen." Wie kann man denn ernsthaft behaupten, dass im Falle einer Verlinkung die Angaben nicht! leicht aufzufinden seien. Hier schießen die Anwälte in ihrer Auslegung weit übers Ziel hinaus. Bei Amazon findet man den ganzen Kram hinter dem Link: "Bilder und Kontakte Sicherheitsbilder und Kontakte". Hier würde ich mir als Händler tatsächlich Sorgen machen, da kein Menschen wissen kann, das man dort beispielsweise den Hersteller findet.
Hubert
08.01.2025

Antworten

kranker Bürokratismus Was soll denn an dem PDF-Link so schlimm sein? Wer nicht schwachsinnig, hat hier keine Probleme. Für die Insassen welcher Anstalt sind denn diese bis in die letzte Kleinigkeit druchregulierten Gesetze eigentlich gedacht?
Ibrahim
08.01.2025

Antworten

Nicht zu vergessen, dass jeder Hinz und Kunz deinen Lieferanten/Hersteller nun kennt
Urike
16.01.2025
Ja, Lieferanten, die man zum Teil in mühsamer Recherche ausfindig gemacht hat, müssen für alle einsehbar sein. Müssen die Im Laden ja auch nicht preisgeben. Was hat das mit Produktsicherheit zu tun.
Kolsloot
23.12.2024

Antworten

Die europäische Regulierung ist völlig außer Kontrolle geraten mit immer mehr und mehr Vorschriften. Nehmen wir die GPSR als Beispiel: Online-Shops sind jetzt verpflichtet, die verantwortliche Person bei einem Produkt anzugeben. Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass diese Information gut auffindbar ist, aber der Gesetzgeber übertreibt, indem er vorschreibt, dass diese Information nicht hinter einem Button, Tab oder Link versteckt werden darf. Nein, alles muss direkt auf der Produktseite sichtbar sein – zusätzlich zur Beschreibung, den Inhaltsstoffen, Warnhinweisen, dem Preis und sogar der Preiszusammensetzung. Doch Verbraucher werden das ohnehin nicht lesen. Es erinnert an die verhassten Cookie-Banner: Niemand liest sie, und sie frustrieren sowohl Unternehmer als auch Verbraucher. Jetzt werden Produktseiten mit irrelevanten Texten überladen, die die Kunden ignorieren und die Übersichtlichkeit des Angebots nur verschlechtern. Das bringt absolut nichts, außer enormen Kosten. Brüssel gibt astronomische Summen aus, um tausende hochbezahlte Beamte zu beschäftigen, die solche Vorschriften entwickeln, während auch die Unternehmer Unsummen für deren Umsetzung aufbringen müssen. Und wofür? Für nichts. Verbraucher werden nicht schlauer, und sie haben keinerlei Nutzen davon. Es ist an der Zeit, dass sich die Politik auf wirklich wichtige gesellschaftliche Themen konzentriert, anstatt auf diese sinnlose bürokratische Überregulierung.
Schildbürger
23.12.2024

Antworten

Wann kommt denn die GPSP für den lokalen Handel... Nur noch lächerlich wie Onlinehändler systematisch genervt werden... Hier geht es nicht um Produkte, denn sonst müsste es der lokale Handel 1 zu 1 auch so aufgebrummt bekommen... Danke für nichts und schöne Weihnachten an Amazon, Temu und Co.
Robert Flachaenaecker
08.01.2025
Die Frage ist wirklich berechtigt. Bei son manchem Billigladen habe ich schon das Gefühl Ausschlag zu kriegen, wenn ich nur an der offenen Tür vorbei laufe...