Strengere Verantwortung für E-Commerce-Plattformen gefordert
Die Organisation fordert daneben generell strengere gesetzliche Regelungen für Fast-Fashion-Anbieter, um diese Praktiken wirtschaftlich unattraktiv zu machen. Die DUH ruft Bundesumweltminister Carsten Schneider dazu auf, über die Einführung eines Systems zur Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) hinauszugehen. Ziel sei es, verbindliche Umweltstandards für Textilhersteller und -plattformen wie Shein zu etablieren. Schneider hatte angekündigt, Hersteller künftig an den Entsorgungskosten von Textilmüll zu beteiligen. Aus Sicht der DUH sei dies jedoch nicht ausreichend, um einen echten Wandel in der Branche zu bewirken.
Bis Sommer 2027 sind die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, ein System zur Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien einzuführen. Bisher kennt man solche Vorgaben nur aus dem Bereich Elektro, Batterien, oder etwa Verpackungen. Frankreich und die Niederlande haben bereits gezeigt, wie solche Systeme funktionieren können. Dort sind Hersteller verpflichtet, Textilien wiederzuverwenden, Reparaturen zu ermöglichen und Recycling zu fördern. Die EU will mit diesen Maßnahmen die Umweltauswirkungen der Textilindustrie, einer der ressourcenintensivsten Branchen, reduzieren.
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