Werbung mit grünen Versprechen – wie so oft ohne Beweise
Nachhaltigkeit als Werbemasche? Ein Phänomen, das weder vor Autos noch Fruchtgummis oder Fußballvereinen halt macht. In einer aktuellen Klagewelle, initiiert durch die DUH, geht es um Sonnencreme von Coty, die als „ozeanfreundlich“ angepriesen wird, sowie „nachhaltige“ Modeartikel von Deichmann und Tchibo. Toom verkauft Laminatböden, die angeblich „gut für die Umwelt“ sein sollen, und L'Oréal schmückt sich mit einem nicht weiter spezifizierten „Nachhaltigkeits-Engagement“. Laut der DUH fehlen in all diesen Fällen klare und nachvollziehbare Belege für die beworbenen Umweltvorteile.
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch betont: „Der Markt wird überschwemmt mit scheinbar umweltfreundlichen oder nachhaltigen Produkten – so auch von den Unternehmen, gegen die wir ab sofort vorgehen.“ Es würden Informationen zu den vermeintlichen Umweltvorteilen fehlen, was eine informierte Kaufentscheidung behindert, so Resch weiter. Er betont dabei: „Wir setzen dem notfalls gerichtlich ein Ende und fordern alle Unternehmen auf, ehrlichen Klima- und Umweltschutz zu betreiben und transparent darüber zu informieren. Die jetzigen Verfahren werden nicht die letzten gewesen sein: Wir haben weitere Unternehmen im Blick.“
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