20.000 Euro Forderung wegen Social-Media-Fotos
Wer mahnt ab? dpa Picture-Alliance GmbH (vertreten durch KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH)
Wie viel? 20.607,99 Euro
Wer ist betroffen? Social-Media-Accounts von Unternehmen
Die Nutzung von Bildern in sozialen Netzwerken kann schnell teuer werden. In diesem Fall wird einem Unternehmen vorgeworfen, mehrere Fotos über reichlich zehn Jahre ohne Lizenz auf Facebook veröffentlicht zu haben. Insgesamt sollen fünf Bilder verwendet worden sein, an denen die Bildagentur die exklusiven Nutzungsrechte hält.
Nach Darstellung der Bildagentur wurden die Fotos bereits zwischen 2015 und 2016 veröffentlicht. Für die Nutzung setzt sie einen Schadensersatz von insgesamt 10.000 Euro an. Zusätzlich werden Dokumentationskosten, Zinsen aus den vergangenen Jahren sowie Anwaltskosten verlangt. Dadurch steigt die Forderung auf über 20.600 Euro.
Der Schadensersatz wird hier nach dem Prinzip der sogenannten Lizenzanalogie berechnet. Dabei wird geschätzt, welche Lizenzgebühr normalerweise für die Nutzung solcher Bilder angefallen wäre. Grundlage dafür sind häufig branchenübliche Vergütungstabellen für Bildlizenzen.
Auffällig an diesem Fall ist auch die Höhe der Zinsen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Gerade ältere Social-Media-Beiträge können deshalb übertrieben teuer abgemahnt werden, wenn Rechteinhaber sie entdecken. Alte Beiträge sollten regelmäßig überprüft werden, denn auch Jahre später können Forderungen entstehen.
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