Abhängigkeit vom Modell Schufa
Besonders kritikwürdig scheint dabei der Umstand zu sein, dass in Deutschland viele Personen von der Schufa abhängig sind. Egal ob Miet- oder Handyvertrag: Die Bonitätsauskunft ist oft überhaupt die Voraussetzung zum Vertragsschluss. Entsprechend mache das Unternehmen mit den Auskünften Umsätze in Millionenhöhe.
Schafft man es dann doch, eine kostenlose DSGVO-Auskunft zu erhalten, so rät die Schufa dazu, die Daten nicht an Dritte zu geben. Das hat natürlich den Zweck, den eigenen Geschäftszweck zu sichern. Eine Verzögerungstaktik sowie unvollständige Auskünfte sollen die betroffenen Personen außerdem weiterhin dazu motivieren, die kostenpflichtige Auskunft zu erwerben. Gleichzeitig werden Personen, die eine DSGVO-Auskunft erfolgreich einfordern, weiterhin mit Werbung zum Bezahlprodukt konfrontiert.
Über die Beschwerde muss nun die hessische Datenschutzbehörde entscheiden.
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