Wie vertreibt man sich im aktuellen und wohl noch weiter andauernden Lockdown die Zeit? Klar, mit Netflix & Co. Eine weitere Möglichkeit könnte auch die App Clubhouse sein. In der Social-Media-App können Nutzer Live-Talks ähnlich wie in einem Podcast anhören. Anders ist jedoch, dass sich die Zuhörer auch aktiv an den Diskussionen beteiligen können. Der Hype wird noch durch einen exklusiven Zugang (nur für Apple-Handys sowie über Einladung) und die teils prominenten Speaker befeuert.
Doch wie bei jeder App kommt mit dem Hype sogleich der juristische Zeigefinger. Als hätten wir es schon geahnt, ist es mit dem Datenschutz (wie fast immer) nicht weit her. Clubhouse greift unter anderem auf das komplette Kontaktverzeichnis des Nutzers zu (Überraschung!). Doch der Vorwurf geht noch weiter: Clubhouse soll sogar sogenannte Schattenprofile von Kontakten aus den Adressbüchern anlegen. Clubhouse soll aktuell „offenkundig nicht in der Lage“ sein, europäische Datenschutzvorgaben einzuhalten, kritisierte auch Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.
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