„Da fehlt es an politischem Willen”
Die besten und schärfsten Datenschutzregeln nützen nichts, wenn sich zum einen niemand daran hält und zum anderen keiner die Verstöße verfolgt. Katarina Barley, die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, verliert nun die Geduld bei der Verfolgung von Facebook’s Datenschutz-Verstößen. Sie zweifelt die nötige Durchsetzungskraft der irischen Datenschutzbehörde an, wie Golem berichtet. Die DSGVO sei eine „riesige Errungenschaft, mit der die Bürger Kontrolle über ihre Daten gewinnen”, so die ehemalige Justizministerin der Bundesrepublik. Dass sich große Tech-Konzerne wie Facebook darüber hinwegsetzen und dafür bisher nicht belangt werden können, sei höchst problematisch.
Als Chance für mehr Datenschutz im Hause Zuckerberg schlägt sie eine gesamt-europäische Lösung vor. Auch die Schaffung einer europäischen Behörde zu diesem Zweck sei eine gute Idee. Damit bezieht sie sich auf einen entsprechenden Vorschlag des Bundesbeauftragten für Datenschutz, Ulrich Kelber. Dabei haben beide auch die drastischen Bußgelder im Hinterkopf, die im Falle von Facebook schwindelerregende Höhen erreichen können.
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