Retouren kosten Online-Handel 1 Billion Dollar – die Belastung steigt

Veröffentlicht: 18.08.2025
imgAktualisierung: 18.08.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
18.08.2025
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Transporter, mit Paketen vollgeladen
Gorodenkoff / Depositphotos.com
Kostenlose Retouren bleiben ein zentrales Kundenbedürfnis, doch die Logistik stellt Händler vor Herausforderungen – vor allem finanziell.


Laut der aktuellen Impacts-Studie des Immobiliendienstleisters Savills steigen die weltweiten E-Commerce-Umsätze in diesem Jahr auf 4,8 Billionen US-Dollar. Einer der größten Posten sind dabei die Retouren: Etwa eine Billion Dollar entfallen auf Rücksendungen. Der Bereich bleibt eine der größten Herausforderungen für Online-Händler:innen. Eine schnelle Lösung des Problems ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage von DHL zeigt, dass kostenlose Rücksendungen für 53 Prozent der Befragten ein zentraler Wunsch sind, während 39 Prozent Rücksendekosten als größten Frustfaktor nennen. Im Umkehrschluss heißt das: Wer keine kostenlosen Retouren anbietet, verliert im schlimmsten Fall zahlende Kundschaft.

Strategische Lagerflächen gewinnen an Bedeutung 

Händler:innen müssen also dafür sorgen, auch die notwendigen Lagerkapazitäten für Rücksendungen bereitstellen zu können. Savills weist darauf hin, dass Retourenlogistik rund 20 Prozent mehr Lagerfläche erfordert als der klassische Warenversand, so Logistik Heute. Und das ist teuer: Seit 2020 sind Spitzenmieten für Lagerflächen aufgrund der steigenden Nachfrage weltweit um rund 30 Prozent gestiegen. Unternehmen sichern sich zunehmend Flächen in der Nähe von Ballungszentren, um Retouren effizienter zu verarbeiten.

Connor Chilton, Analyst bei Savills World Research, betont: „Mit dem weiteren Wachstum des E-Commerce und den steigenden Erwartungen der Kunden bleibt das Retourenmanagement ein Schlüsselfaktor für Immobilien- und Lieferkettenstrategien.“

Veröffentlicht: 18.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 18.08.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Klaus
19.08.2025

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So isses Robby. Und wenn das nicht möglich wäre, würde ich da nichts mehr bestellen. Ergo: Heil weiter leise!
Robert
19.08.2025

Antworten

Und solche Firmen wie OTTO brüsten sich dann mit ganz besonderer Nachhaltigkeit - gleichzeitig schicken deren Kunden aber munter ungeöffnete Pakete hin und her, ganz einfach weil sie es können und sie es ja nichts kostet...
KI
19.08.2025

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Meinung: Ich habe auch viele Wünsche. Und außerdem sollen Aldi Lidl und Co die in der Filiale gekauften Nonfood Artikel wieder kostenlos bei mir abholen. Grund: gefällt mir nicht mehr oder versehentlich gekauft!!! Das Problem der ganzen Geschichte sind die Plattformen Amazon und Otto in Deutschland die jeden Händler zwingen kostenlosen Rückversand zu bezahlen! Der Gesetzgeber mit seinem Fachpersonal ( genannt Politiker) sollte endlich eingreifen und diese Augenwischerei beenden! Es hat den Anschein das Kunden dumm sind und glauben das sie bei "kostenlosem Rückversand" sparen! Zusätzlich fühlt es sich natürlich wie ein großer Betrug an wenn Amazon und Co sich die Taschen voll machen wenn Händler ganz normale Versandkosten berechnen! Es werden in der Regel 15 Prozent Verkaufsgebühren fällig - nicht zu vergessen das der tolle Vater Staat auch noch einmal Steuern darauf berechnet! usw. usw.... Derv Kollaps ist nicht mehr weit entfernt! Die Preise steigen! Profiteure dabei sind - ratet mal!
Ralf
18.08.2025

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"Wer keine kostenlosen Retouren anbietet, verliert im schlimmsten Fall zahlende Kundschaft." Nö. Der verliert die Kundschaft die nur Kosten verursachen oder sich die Artikel nur ausleihen, also die Dauerrücksender. Man muss auch die Kosten sehen, die man spart. Was nützt mir nen gut zahlenden Kunden zu haben, bei dem ich den größten Teil immer wieder zurückerstatten muss. Es sind ja nicht nur die Rücksendekosten, sondern auch die Kosten drumherum. Rücksendungen prüfen sich nicht von alleine und ich habe noch keinen zurückgesendeten Artikel erlebt, der von alleine in sein Lagerfach gekrabbelt ist und die Buchungen automatisch in einer Wawi mit samt den Buchaltungsvorgang sich von selbst erledigten. Diese gut zahlende Kundschaft darf gerne bei der Konkurrenz sich die Sachen ausleihen.