Nach dem Auslaufen des Tankrabatts hat die Inflation deutlich angezogen und lag im Juli bei 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Damit bleiben die Energiepreise „zentraler Preistreiber“, wie Destatis-Präsidentin Ruth Brand dem Spiegel zufolge erklärt. Diese Entwicklung der Inflation könnte durch das anhaltende Niedrigwasser weiter angeheizt werden, fürchten Experten.
„Die deutsche Inflationsrate könnte dadurch temporär um bis zu einem halben Prozentpunkt ansteigen“, so Ökonom Felix Schmidt von der Berenberg Bank. Auch der ADAC erklärte, dass die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich steigen könnten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich die Transportkosten durch das Niedrigwasser auf dem Rhein teilweise verdreifacht haben.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte als Antwort auf die dramatischen Pegelstände gefordert, das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen befristet aufzuheben. So soll die Fracht der Schiffe über die Straße weitertransportiert werden – ein Vorstoß, der bei Logistikverbänden und Gewerkschaften auf deutliche Kritik stößt. Zudem mangelt es an Fahrer:innen und Fahrzeugen, um die Kapazitäten ausgleichen zu können.
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